Bürgermeister Kirsch ab Montag wieder im Rathaus

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Herbert Kirsch: „Gehen Sie davon aus, dass ich im März 2014 wieder als Bürgermeister kandidiere.“

Dießen – „Ich will jetzt heim, will wieder arbeiten, einfach wieder in der Gemeinde sein“, sagt Herbert Kirsch mit fester Stimme. Am morgigen Donnerstag wird Dießens Bürgermeister aus der Reha in Bad Wiessee entlassen.

Wie im KREISBOTEN berichtet hatten zwei Bandscheibenvorfälle den 52-Jährigen für sechs Wochen außer Gefecht gesetzt. Am kommenden Montag will er wieder wie gewohnt die Gemeinderatssitzung leiten. Der Neujahrempfang, die Haushaltsberatungen, viele Termine mussten in der Zwischenzeit ohne ihn über die Bühne gehen.

Doch Kirsch wusste sich gut vertreten: „Frau Bagusat als dienstälteste Gemeinderätin und Herr Fastl als 2. Bürgermeister haben das wirklich toll gemacht“, erzählt er. „Beide haben völlig loyal und hervorragend mit der Gemeindeverwaltung zusammengearbeitet. Und sie haben mir stets Mut zugesprochen und mich darin bestärkt, meine Erkrankung wirklich auszukurieren.“

Seit dem vergangenen Wochenende sei er nun ohne Medikamente schmerzfrei, freut sich Kirsch. Einen Zwölf-Stunden-Tag könne er wahrscheinlich noch nicht stemmen. Aber seine Vertreter hätten sich gerne bereiterklärt, in den kommenden Wochen noch einige repräsentative Termine zu übernehmen.

„Es gibt viele Themen, die wir in Dießen nun anpacken müssen“, betont Kirsch. Am meisten liegt ihm der Ausbau der Mühlstraße am Herzen. In den nächsten Tagen sollen bereits die Pflastersteine aus­gewählt werden. Wichtig sind dem Bürgermeister auch die bevorstehenden Brückensanierungen. Fast 60 Brücken gibt es in Dießen, von denen einige sanierungsbedürftig sind. Mit der „Hochbruck“ soll ein Anfang gemacht werden. Sie steht am Montag auf der Tagesordnung.

Landrats-Kandidatur?

Dass er seit einigen Tagen als potentieller Nachfolger von Landrat Walter Eichner im Gespräch ist, ehrt den Bürgermeister. Doch in dieser Rolle sieht er sich bislang nicht: „Gehen Sie davon aus, dass ich bei den Kommunalwahlen am 16. März 2014 wieder als Bürgermeister für Dießen kandieren werde.“ Falls sich an diesem Vorhaben wider Erwarten kurzfristig etwas ändern sollte, so möchte Kirsch dies bis zur Bürgerversammlungen, die für Mitte März anberaumt ist, bekannt geben.

 „Ich mag Dießen und in einer Gemeinde mit 10 000 Bürgern hat man noch Kontakt mit den Menschen. Und wer mich kennt, der weiß: ich bin Bürgermeister mit Leib und Seele“. Umso mehr freute sich der Rekonvaleszent über die unzähligen Genesungswünsche, die ihn während seiner Krankheitsphase aus der Bürgerschaft als persönliche Briefe, E-Mails oder als kleine Gemeinschaftskunstwerke erreicht haben: „Ganze Schulklassen haben mir geschrieben und Bilder für mich gemalt, vom Neujahrsempfang haben mich mehrere Glückwunschplakate erreicht. Ich bedanke mich ganz herzlich dafür und ich bin sicher, dass all diese guten Wünsche und Gedanken entscheidend zu meiner Genesung beigetragen haben."

Ursula Nagl

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