Beim Snowdance 2017:

Weißwurst-Frühstück mit Tschiller?

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Zufrieden mit der Snowdance-Resonanz 2016 und voller Vorfreude auf 2017: das Organisationstrio Jürgen Farenholtz, Tom Bohn und Heiner Lauterbach (von links).

Landsberg – Würde man Glückwünsche noch mit der Post verschicken, hätte der Briefträger viel zu tragen in die Alte Bergstraße. Hier residiert das Büro des Snowdance Independent Filmfestivals, wo gerade die Abschlussarbeiten des Festivals 3.0 stattfinden. Per E-Mail, SMS, WhatsApp oder facebook-Posts laufen ständig Komplimente und Danksagungen ein für die drei Initiatoren Tom Bohn, Jürgen Farenholtz und Heiner Lauterbach.

Teilnehmende Schauspieler, Regisseure und Produzenten, aber auch ganz normale Besucher, loben das Festival in höchsten Tönen und wollen im nächsten Jahr unbedingt wieder dabei sein. Der Termin steht schon fest: 3. bis 5. Februar 2017, wobei drei Tage vorher das begehrte WarmUp mit Live-Musik, Kurzfilmen, Videoclips und einigen noch geheimen Überraschungen die Landsberger Filmfans einlädt.

„Tschiller“ Til Schweiger, viel zitierter Gast in der Independent-Diskussionsrunde, hat seine Liebe zu Landsberg entdeckt und möchte nächstes Jahr im Rahmenprogramm eine ganze Nacht lang eine Auswahl seiner Filme in einer Werkschau zeigen. Wer die Nacht durchhält, bekommt seinen Eintritt zurück und darf mit Til Schweiger Weißwürste frühstücken. Wo, steht noch nicht fest. Denn die Veranstalter wollen die Landsberger Gastronomie und Hotellerie noch mehr einbinden in das Festival.

Das gilt auch für die örtlichen Einzelhändler, die sich als sogenannte City-Sponsoren einbringen können. Elf haben dieses Jahr mitgemacht, die Zahl soll sich 2017 verdreifachen. Die Hauptsponsoren SKY, Horex und Delo sowie der KREISBOTE als Medienpartner, haben bereits zugesagt, wenn es am 3. Februar 2017 wieder heißt „Die Spiele sind eröffnet!“. Das Finale des Festivals 2017 soll ein großes Brillantfeuerwerk über dem Lech krönen.

Auf dem künstlerischen Sektor kommt auf die Planer Bohn, Farenholtz und Lauterbach einiges an Arbeit zu. „Wie wir bereits abschätzen können“, sagt Bohn, „rechnen wir mit mindestens 500 Filmeinreichungen aus der weltweiten Independent-Szene.“ Landsberg als Festival- und Filmstadt hat sich eben rumgesprochen bei den Kreativen, die abseits von Fernsehanstalten, Studios oder staatlichen Zuschüssen ihre Ideen verwirklichen. Durchwegs positive Berichte in Presse, Funk, Fernsehen und sozialen Netzwerken tun ein übriges, um Filmleute auf Landsberg aufmerksam zu machen. Wer übrigens eine gelungene Zusammenfassung des Festivals sehen will, findet auf der Snowdance-Handy-App und auf youtube.com den Beitrag „Snowdance 2016“ von Landsberg TV.

Nur die 20 besten Filme aus den kommenden Einreichungen sollen 2017 in Landsberg gezeigt werden. Würde man die Zahl erhöhen, bräuchte man mehr Spielstätten, sagt Bohn. „Wir zeigen lieber die höchste Qualität in vollen Kinosälen.“ Apropos: Mit fast 6.000 zahlenden Zuschauern und damit einer Steigerung um 28 Prozent war man mit dem diesjährigen Festival mehr als zufrieden. Auch das Rahmenprogramm, von Hannes Jaenickes Tierfilm-Doku bis zur Versailles-Nacht von SKY und KREISBOTE, wurde vom Publikum bestens aufgenommen. Solche Highlights neben dem normalen Indie-Filmprogramm soll es im nächsten Jahr mehr geben.

Dieter Roettig

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