Laichhabitate ausgebaut

Landsberg freut sich über die neue Kinderstube im Lech

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Der Hochwasserschutz in Landsberg macht‘s möglich: Nach den Arbeiten verblieb viel Baustellenkies im Lech (heller Untergrund), den die Fische jetzt als neue Kinderstube nutzen – sehr zur Freude des Bezirksfischereivereins Landsberg.
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Der Hochwasserschutz in Landsberg macht‘s möglich: Nach den Arbeiten verblieb viel Baustellenkies im Lech (heller Untergrund), den die Fische jetzt als neue Kinderstube nutzen – sehr zur Freude des Bezirksfischereivereins Landsberg.
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Aus der Vogelperspektive gut zu erkennen: Die erweiterte Kiesbank unterhalb der Lechstaustufe 15.

Landsberg – Ein effektvolles Zusammenwirken zwischen dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim, Bauherr des Hochwasserschutzes oberhalb der Karolinenbrücke, und dem Bezirksfischereiverein Landsberg hat den Fischen im Lech zwei neue Kinderstuben beschert.Und die sind inzwischen schon bezogen.

Beim Wasserwirtschaftsamt ist bekannt, dass sich die Landsberger Petrijünger neben anderen Fischereivereinen seit Jahren darum kümmern, „Kieslaichern“ wie Forelle, Barbe, Äsche Nase oder Huchen im Lech neue Kiesbänke als Laichhabitate anzulegen. Der vielfach aufgestaute Fluss kann sie selbst ja nicht mehr anhäufen. Immer wieder bringen die Fischer große Mengen an Kies ein. Das brauchen die Schuppenträger für die Ablage, Befruchtung und Entwicklung ihrer Eier.

Die gemeinsam Idee von Wasserwirtschaftsamt und Fischern versprach eine Win-win-Situation für beide Seiten, wie Stefan Neubauer, Vorsitzender des Bezirksfischereivereins betont: kein Rücktransport der für den Bau des Hochwasserschutzes benö­tigten Kiesmengen, sondern Herstellung einer neuen Kiesbank unmittelbar vor der Karo­linenbrücke am Ostufer und Erweiterung einer bereits bestehenden Kiesbank unterhalb der Lechstaustufe 15.

Wie mehrfach berichtet, musste die Baustelle am Ostufer unterhalb des dortigen Biergartens mit schwerem Gerät angefahren werden. Dafür war der Unter­grund der Zufahrtswege am Lech entlang und auch für die Baustelle selbst mit enormen Kies­mengen stabilisiert worden. Nach Beendigung der Bauarbeiten war der ursprüngliche Zustand der Wege und die Umgebung der Baustelle aber wiederherzustellen – jede Menge Kies also für den Lech.

Die Fische nahmen den neuen Untergrund schnell in Besitz: „Kaum waren die Maschinen weg, konnte man zahlreich Barben beim Laichgeschäft beobachten“, so Neubauer,.
Toni Schwaiger

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