Nach 30 Minuten entschieden

Die Fußballer des TSV Landsberg (hier rechts) bewiesen gegen Thannhausen echte Klasse und sicherten sich mit 5:1 einen deutlichen Sieg. Foto: Krivec

Der TSV Landsberg hat seine Pflicht erfüllt und das war auch dringend nötig: Trotz des klaren 5:1 (3:1) gegen Thannhausen bleibt es bei drei Punkten Rückstand auf Platz acht in der Fußball-Landesliga Süd, da auch die Teams vor dem TSV allesamt Siege einfuhren. Immerhin zeigte man gegen den Tabellenletzten eine engagierte Leistung und teilweise spielerische Klasse.

Schon nach 70 Sekunden war klar, wo die Reise am Samstag hingehen würde. Bis dahin hatte sich der TSV bereits zwei Eckbälle erarbeitet, Thannhausens Torwart Recaj lenkte einen Schuss von Krötz gerade noch an die Latte. Nach zehn Minuten holte er dann aber Leszczynski von den Füßen, der an diesem Nachmittag sehr spielfreudige Nebihi verwandelte den Elfmeter zur 1:0-Führung. Den Ausgleich nach sehenswertem Freistoß durch Geldhauser (27.) beantwortete Sebastian Bonfert drei Minuten später mit einem schönen Schlenzer aus 18 Metern zum 2:1. Als Nebihi nach einem Querschläger nach Leszczynski-Schuss zum 3:1 abstaubte, war die Partie schon nach einer guten halben Stunde entschieden. Zwar musste beim TSV Stefan Strohhofer zur Halbzeit mit Problemen im Oberschenkel ausgewechselt werden, doch bei Thannhausen machte sich jetzt endgültig angesichts der Kombination von Zwischenergebnis, Temperaturen und Tabellenstand ein wenig Resignation breit. Die Landsberger kamen jetzt zu immer mehr Räumen und zwei weiteren Treffern durch Muriz Salemovic (50.), der schön von Sebastian Bonfert in die Gasse geschickt worden war und erneut Bajram Nebihi. Der verwandelte nach 56 Minuten seinen zweiten Elfmeter (Recaj hatte Happberger gefoult). Was die Gastgeber danach noch an Chancen vergaben, ließ die 180 Zuschauer fast verzweifeln, auch in der Mannschaft machte sich beinahe Mißstimmung angesichts der ausgelassenen Möglichkeiten breit. So hätte Nebihi eine Viertelstunde vor Ende sein viertes Tor erzielen müssen, als er den Ball im Fünfmeterraum noch annehmen konnte, dann aber über das Gehäuse zielte. „Wir hätten da etwas fürs Torverhältnis tun können, aber zum Schluss zählt ja ohnehin nur der direkte Vergleich“, kommentierte Sven Kresin. „Die schweren Dinger haben wir gemacht, die leichten ausgelassen.“ Nach einem 5:1 verbietet sich aber selbstredend harte Kritik und so lobte der Trainer lieber einige seiner Akteure: „Nebihi hat wieder ein überragendes Spiel gemacht, auch Salemovic hat das gespielt, was ich mir von ihm erwarte.“ Ein Sonderlob erhielt aber ein Akteur im defensiven Mittelfeld: „Mancher mag das von außen vielleicht nicht sehen, aber Roland Krötz ist einer der wichtigsten Faktoren, warum wir jetzt stabiler stehen“, so Kresin. „Er glänzt auf seine Weise und wird auch in der nächsten Saison einer der Schlüsselspieler sein. Wir werden in Landsberg noch viel Freude an ihm haben.“ Vorher steht aber am Wochenende für Kresin „die härteste Nuss“ aus den ver-bleibenden drei Spielen an, wenn der TSV nach Sonthofen muss: „Eine absolut abgezockte Mannschaft“ erwarte die Landsberger dort, „die mit langen Bällen arbeitet, denen sie konsequent hinterhergeht und hinten bombastisch steht.“ Soll es noch für die direkte Bayernliga-Qualifikation reichen, sind dort Punkte Pflicht. Nur noch Kottern, Eichstätt und Landsberg machen nun den achten Platz unter sich aus.

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