Anschluss an den Frauenwald

Ende 2014 wird die Unterführung eingeschoben

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Die alte Bahnunterführung nordwestlich des Frauenwaldes soll im November kommenden Jahres durch eine neue und deutlich breitere ersetzt werden.

Landsberg – Ein wichtiger Schritt für die überfällige Anbindung des Industriegebietes „Frauenwald III“ an die neue Bundesstraße 17 sowie für die Entlastung Hurlachs und Iglings vom Lkw-Verkehr ist besiegelt: Der Stadtrat beschloss einstimmig die „Kreuzungsvereinbarung“ für die Bahnunterführung an der Anschlussstelle Igling.

Damit stehen nach jahrelangen Ver­handlungen Kostenaufteilung und Bautermin endgültig fest. Anfang November 2014 soll das Brückenbauwerk eingeschoben werden, die Stadt zahlt rund 324000 Euro.

Zu dem Datum gab es ohnehin kaum noch Alternativen. Die zweitägige Vollsperrung der Bahnstrecke München-Lindau in diesem Bereich ist bereits seit Jahren (aus Landsberg und Kaufering) angemeldet und fest eingeplant. Eine weitere Änderung hätte nach dem üblichen Planungszyklus der Deutschen Bahn eine Verschiebung um mindestens drei weitere Jahre bedeutet.

Und bei der Finanzierung kommt die Stadt nicht schlecht weg. Die Kommune müsste normalerweise fast 74 Prozent der Bausumme von 1,1 Millionen Euro tragen, doch die bisherige Unterführung stammt aus dem Jahr 1956 und ist auch in den Plänen der Bahn selbst bereits als „sanierungsbedürftig“ geführt. Daher bezahlt der Konzern jetzt nach der beschlossenen Vereinbarung per „Vorteilsausgleich“ immerhin knapp 800000 Euro; allerdings bleibt das Bauwerk auch weiterhin vollständig im DB-Eigentum. „Ein Unding“, wie Rein­hard Skobrinsky (BAL) befand, „wir subventionieren als Stadt Landsberg die Deutsche Bundesbahn.“

CSU-Fraktionschef Helmut Weber regte an, sich zumindest einen Teil der 324000 Euro an anderer Stelle wiederzuholen. „Durch den Bau der Unterführung kommt es zu einer Entlastung der umliegenden Gemein­den. Igling profitiert ja auch noch mit seinem neuen Industriegebiet. Deswegen sollte sich der Landkreis an den Kosten beteiligen. Da sollten wir noch einmal nachfragen.“ Ein Gedankengang, den Dr. Reinhard Steuer (UBV) überhaupt nicht nachvollziehen konnte und wollte: „Dass sich Igling und Hurlach an der Lösung eines Problems beteiligen, das wir überhaupt erst geschaffen haben, ist eindeutig nur Wunschdenken.“

Tatsächlich dürfte man in den betroffenen Kommunen eher auf den nächsten Schritt der Stadt warten – bis wann allerdings die vertraglich zugesicherte Anschlussstelle aus dem Frauenwald an die B17neu verwirklicht wird, bleibt vorerst weiter offen. Zweimal war das kurze fehlende Verbindungsstück bereits trotz Sparzwängen in den Haushalt eingestellt worden, „wann wir das wirklich schaffen, wird man sehen“, mutmaßte Weber.

Fix sind dagegen die Rahmenbedingungen für die neue Bahnunterführung: Sie wird von 4,0 auf 9,5 Meter verbreitert, abseits der Gleise errichtet und dann im November kommenden Jahres über die Trasse geschoben.

Christoph Kruse

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