Mit Natur in den Gebäuden

Im Großen und Ganzen hat der Bauausschuss den Planungen für die Neugestaltung des Waldfriedhofes in seiner letzten Sitzung zugestimmt. Das Wegekonzept und die Vorschläge für den Aufbahrungsbereich wurden akzeptiert. Anders verhält es sich mit der Aussegnungshalle – hier sollen die Entwürfe noch einmal überarbeitet werden, wie Stadtbaumeisterin Annegret Michler zusicherte.

Natürliche Materialien und Einblicke in die Natur sind den Architekten bei dem Konzept für den Waldfriedhof wichtig. Mit Holz und Bronze für das Tor, Mauerscheiben aus Stampfbeton und unter Verwendung von Nagelfluh soll der Haupteingang so gestaltet werden, dass er eine Einheit mit dem neu gesamten Friedhof bildet. Angedacht sind auch Sitzmöglichkeiten, Fahrradständer und eine Beschilderung, die das Gelände per Karte erklärt. Bei den Friedhofsgebäuden möchte Architekt Klaus Kehrbaum aus München ebenfalls die Natur integrieren. Der Abschiedsraum im Mitteltrakt ist laut Kehrbaum nicht mehr renovierungsfähig. In dem neuen Flachbau sind einzelne „Abschiedsräume“, Glasvitrinen mit Waldboden und ein begrüntes Flachdach mit Lichtschlitzen sind unter anderem vorgesehen. „Hier geht es auch um Stimmung“, sagte der Experte, deshalb werde versucht, die Atmosphäre in diesem „sensiblen Bereich“ verbessern. Wie Kehrbaum informierte, wird außerdem das Servicegebäude renoviert und die WC-Anlagen erneuert. Weniger einverstanden waren die Bauausschussmitglieder mit der Gestaltung der Aussegnungshalle. Es sei der wichtigste Raum, der sich jetzt passend zu den anderen verändern müsse, so der Architekt. Die Aussegnungshalle sollte neutraler werden, sodass sich hier alle Konfessionen wohl fühlten. Das Kreuz sei deshalb zu entfernen und würde nur noch angedeutet. Daran störten sich vor allem Martha Borgmann (UBV), Traudl Lüßmann (Grüne) und Klaus-Dieter Völkel (SPD). Kritik gab es auch für das scheunenartige der Halle. „Ich glaube, dass das vielen nicht gefallen wird“, sagte Lüßmann. Geplant ist hier auch, dass sich der Raum nach draußen öffnet und Einblick in einen Meditationshof gibt. Wolfgang Buttner (ÖDP) stellte die Frage, ob jetzt die Nutzungsgebühren für den Friedhof stiegen. Norbert Kreuzer, der 2. Bürgermeister, konnte dazu noch keine Auskunft geben. Wie die Außenanlagen und die Wege einmal aussehen sollen, zeigte der Landschaftsarchitekt Marcus Stimmer aus Pöcking. Der unbefestigte Weg vom Parkplatz bei der Kapelle zum Haupteingang soll der Hauptweg werden. Wie Stimmer erklärte, wird er zur Rampe mit Geländer von 2,50 Metern Breite ausgebaut. Die Steigung von 17 Prozent soll auf elf Prozent verringert werden. Der Landschaftsarchitekt rechnet mit 108000 Euro Kosten. „Der Weg vom Parkplatz zum südwestlichen Friedhofseingang beim Glockenturm ist sanierungsbedürftig“, so Stimmer weiter. Rund 81000 Euro wird die Instandsetzung dieser Rampentreppe kosten.Und der große geteerte Platz vor den Gebäuden hat ebenfalls Umgestaltung nötig: Geplant sind Sitzmöglichkeiten und ein Wasserbecken. Eine Mauer aus Stampfbeton ist als Abgrenzung zu den Urnenmauern vorgesehen.

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