Artenschutz wird geprüft

Windpark I: Leistung an Ingenieurbüro in Augsburg vergeben

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Zum Schutz des Rotmilans und anderer Tiere müssen beim Bau von Windrädern  naturschutzfachliche Leistungen erbracht werden. Im Fuchstal übernimmt das eine Augsburger Firma.

Fuchstal – Für die drei Windräder, welche die Gemeinde Fuchstal östlich der vier schon bestehenden Anlagen plant, ist der Auftrag für verschiedene naturschutzfachliche Leistungen vergeben worden, die im Zuge der Genehmigung nachgewiesen werden müssen. Die Räte haben damit auf der letzten Sitzung das Ingenieurbüro Lars Consult aus Augsburg betraut. Diese Gesellschaft hatte schon für den Bau der vier Windkraftanlagen im Kingholz die Untersuchungen vorgenommen.

Die Kosten für das artenschutzrechtliche Gutachten belaufen sich auf 61.000 Euro. Sie werden aus dem zusätzlichen Erlös bezahlt, den die Bürgerwind Fuchstal GmbH als Betreiber der vier Windräder 2017 erzielt hatte. Zusätzlich zum Artenschutz haben die Fuchstaler Gemeinderäte auf der gleichen Sitzung auch den Auftrag für eine Windmessung an ein Fachbüro vergeben (zirka 4000 Euro). 

Eine dritte Leistung ist die genaue Vermessung des Quartiers, das eine Firma aus Hofstetten vornehmen wird. Dies ist auch deswegen erforderlich, damit der Mindestabstand zur nächsten Wohnbebauung (Stichwort 10H-Regelung) eindeutig geklärt ist. Das südliche der drei geplanten Windräder im Fuchstaler Gemeindewald befindet sich zirka 2100 Meter westlich von Dienhausen. 

Die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung ist umfassend. Notwendig sind dafür zahlreiche Begehungen und Untersuchungen. Analysiert wird das Vorkommen des Rotmilan und das Verhalten der Brutvögel im Quartier. Aber auch Tiere wie Haselmaus, Lurch und Fledermaus werden beobachtet. Zudem geht es darum zu erfassen, wo sich Eulen aufhalten. 

Bürgermeister Erwin Karg sagte, einer Vorprüfung zufolge sei der Rotmilan, der unter besonderem Schutz steht, weit weg von den drei geplanten Standorten. Aber das Vorkommen eines solchen schützenswerten Greifvogels könne für den Bau der Windräder ein K.O.-Kriterium sein, ergänzte der Rathauschef und verwies darauf, dass dies im Fall von Thaining so gewesen sei. 

Zu dem Fuchstaler Vorhaben mit den drei weiteren Windkraftanlagen gab es neulich eine Besprechung im Landratsamt. Da sei ein Repräsentant der Oberen Naturschutzbehörde bei der Regierung von Oberbayern ebenso dabei gewesen wie ein Experte vom Landsberger Landratsamt, schilderte Karg im Gemeinderat.

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