Netschajew wieder im Theater

Theater ist ein magischer Ort. Ein Ort, an dem fremde Welten entstehen können, ein Ort, an dem die Phantasie noch mächtig ist. Auch ein Ort der Wunder. Ein Theaterwunder passiert gerade in Landsberg, denn allen Querelen des letzten Jahres zum Trotz haben sich die Stadt und das Ensemble um den ehemaligen Theaterleiter Alexander Netschajew geeinigt, die viel bejubelte Eigeninszenierung „Die Flucht“ erneut im Stadttheater aufzuführen. Die Abendvorstellungen finden am 24. April und am 6. Mai statt.

„Es war einfach eine gute Vorstellung, die es wert war, dass man sich dafür einsetzt“, erklärt Hauptdarsteller Ralf Weikinger im Gespräch mit dem KREISBOTEN. Haupt-sächlich seiner Initiative ist es zu verdanken, dass diese Wiederaufnahme zustande kommt. „Es gab aber viel Unterstützung von städtischer Seite, besonders von Oberbürgermeister Ingo Lehmann und Ludwig Frey“, betont Weikinger. Großer Dank gelte auch dem Ensemble, das sich geschlossen bereit erklärt habe, auf eigenes Risiko zu spielen, denn das Gastspiel erfolgt in (finanzieller) Eigenverantwortung. „Aber wir waren uns alle einig, dass es eine gute Produktion ist, wir freuen uns auf die Vorstellung.“ Auch die Auseinandersetzung mit der Thematik sei heute wichtiger denn je, besonders junge Leute müssten an das Thema herangeführt werden, erklärt Weikinger. Denn aktuelle Statistiken zeigten, dass eine erschreckend hohe Zahl an Jugendlichen mit rechtem Gedankengut sympathisiere. Daher wird es am 27. und 28. April jeweils um 11 Uhr zwei Schülervorstellungen geben, für die sich die Schulen noch anmelden können. Das Ensemble hoffe nun auf ein großes Interesse des Landsberger Publikums. „Dies ist die letzte gute Möglichkeit, die ,Flucht‘ zu zeigen,“ so Weikinger, „und auch zu zeigen, dass Alexander Netschajews Arbeit als Regisseur gut war. Das ist in der Diskussion ein bisschen untergegangen.“ Weikinger wünscht sich, dass diese letzten Vorstellungen eine Art Versöhnungscharakter haben und hofft, dass viele Landsberger dabei sein werden – bei dem kleinen Theaterwunder. Die beiden Abendvorstellungen finden am 24. April und 6. Mai um jeweils 20 Uhr statt und sind nicht im Theaterprogramm aufgeführt. Karten gibt es im Theaterfoyer.

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