Hitze-Sommer 2018 beschert Kreisbädern Rekordbesucherzahlen

Ein Becken mehr fürs Lechtalbad?

+
Ein Becken mehr im Hallenbad Kaufering wünscht sich Johann Bernauer von der Zentralabteilung im Landratsamt. Zum Beispiel in dem Bereich, in dem jetzt noch eine Art Innenhof ist. „Es geht also nicht um eine Erweiterung, sondern um einen Umbau“, so Bernauer.

Landkreis – Der Fast-Jahrhundertsommer im vergangenen Jahr hat den Bädern im Landkreis – in Kaufering und Thaining – Besucherrekorde beschert. Unter anderem auch, weil die Badesaison verlängert werden konnte, berichtet der Leiter der Zentralabteilung des Landratsamtes Johann Bernauer. Und weil so viele Gäste kamen, wünscht sich Bernauer eine Vergrößerung: „Der Umbau des Hallenbades in Kaufering mit einem weiteren Becken sollte dringend angegangen werden.“

Insgesamt habe das Sommerbad Thaining 2018 rund 10.000 Besucher mehr empfangen, berichtet Bernauer im Kreisausschuss. Und auch im Lechtalbad Kaufering gab es mehr Badegäste – eigentlich. Denn der Sauna-Umbau hat zu massiven Einbußen geführt: Statt 60.000 Gästen wie im Vorjahr haben nur rund 30.000 Gäste in Kaufering geschwitzt. Insgesamt hat das Lechtalbad deshalb circa 17.000 Gäste weniger empfangen. Rechnet man die fehlenden 30.000 Saunagäste dazu, gibt es also auch hier eine Steigerung von rund 13.000 Gästen – mindestens.

Bernauer berichtet von 59 Prozent der Zehnjährigen, die laut Forsa-Studie im Auftrag des DLRG nur ungenügend oder gar nicht schwimmen können. Der Grund dafür liege, so die Studie, an Personalmangel in den Schulen und Problemen mit den Haftungsrisiken gebe. Aber vor allem auch daran, dass immer mehr Bäder schließen müssten. Dem kann Bernauer aussagekräftige Zahlen gegenüberstellen: In den Schwimmkursen, die der Landkreis freiwillig anbiete, seien rund 700 Kinder mehr gezählt worden. Und beim Schulschwimmen gebe es gute 5.600 Kinder mehr. Diese massive Steigerung liege vor allem daran, dass es „man in den Schulen mehr Unterstützer für diese Aktivitäten gefunden hat“, sagt Bernauer.

Das Lechtalbad sei 1989 das letzte Mal renoviert worden, sagt Bernauer. Damals hatte der Landkreis 85.000 Einwohner. Heute sind es 35.000 Menschen mehr – weshalb er sich den Bau eines weiteren Beckens im Hallenbad wünsche. Denn nicht nur gebe es immer mehr Menschen im Landkreis, auch das Gesundheitsbewusstsein steige und trage so zu mehr Bäder-Besuchern bei.

„Thaining ist vor allem ein Familienbad“, betont Bernauer. Die Bausubstanz sei noch recht gut „aufgrund fortwährender Instandhaltung und ständiger Anpassung“ wie beispielsweise der demnächst installierten Massagedüsen. Hier ist Bernauers Wunsch etwas ‚günstiger‘: 2020 solle man die Sanierung der Sanitäranlagen andenken. Denn immerhin wurde das Bad bereits 1979 gebaut.

Susanne greiner

Auch interessant

Meistgelesen

Rudolf Gilks Film über den Landkreis Landsberg
Rudolf Gilks Film über den Landkreis Landsberg
Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Die Babys der Woche im Klinikum Landsberg
Ein großes Danke allen Zustellern des KREISBOTEN Landsberg!
Ein großes Danke allen Zustellern des KREISBOTEN Landsberg!
Erst das Oktoberfest, dann die After-Wies'n-Party in Thaining
Erst das Oktoberfest, dann die After-Wies'n-Party in Thaining

Kommentare