Ja zum Neubau, Ja zur Kooperation

Der Neubau des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums soll 2022 beginnen

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Nur noch bis 2022 zu sehen: Das bisherige Schulgebäude des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums wird komplett abgerissen. Der Neubau soll bis 2024 stehen.

St. Ottilien – Der Kooperationvertrag zwischen Kloster und Schulwerk ist sozusagen schon fast unterschrieben. Und damit steht der Planung des neubaus des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums nichts mehr im Weg. Die Bauarbeiten solllen, nach einer noch snatehenden Planungsphase, 2022 starten und innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein.

Bisher hatte die Ordensgemeinschaft zwar schon ihr Wohlwollen gezeigt und den Planungen des Neubaus der Schule zugestimmt (der KREISBOTE berichtete). Der konkrete Vertrag war indessen noch nicht zur Sprach gekommen. „In einer Abstimmung hat die Gemeinschaft der Missionsbenediktiner von St. Ottilien mit deutlicher Mehrheit zugestimmt, dass das Kloster zeitnah Verträge über den Neubau des Rhabanus-Maurus-Gymnasiums mit dem Schulwerk der Diözese abschließt“, meldet jetzt Pressesprecherin Stefanie Merlin. Die Verträge zur Weiterführung der Kooperation von Erzabtei und Schulwerk sollten dabei vor allem Details über Abriss und Neubau regeln.

Und auch die Finanzierung ist angesprochen: Das Kloster stelle dem Schulwerk das Gelände ohne Erbbauzins zur Verfügung. Und das Schulwerk werde letztendlich als Bauherr für den Neubau zuständig sein. Dafür müssten allerdings neben dem Schulwerk und der staatlichen Förderung auch „die Mönche mehrere Millionen Euro aus eigenen Mitteln aufwenden“, um den Neubau überhaupt möglich zu machen, so Merlin.

Die neue Schule werde an der Stelle des jetzigen Tagesheims errichtet. Von den bisherigen Gebäuden blieben die Schulkirche und das Schwimmbad erhalten. So könne man während der Bauphase weitgehend auf einen Umzug der Klassen in Containerklassenzimmer verzichten. Der Unterricht gehe bis zur Fertigstellung der neuen Räumlichkeiten in den bestehenden Gebäuden weiter. Für 2024 sei dann ein erster Teil-Umzug geplant.

Ein Grund für einen kompletten Abriss statt einer möglichen Sanierung sei, dass die Regierung von Oberbayern als maßgebliche Zuschussgeberin einen Neubau mit modernem Schulkonzept stärker fördere als eine reine Altbausanierung.

„Nach intensiven Beratungen haben wir uns für die meiner Ansicht nach bestmögliche und nachhaltigste Lösung entschieden“, ist Erzabt Wolfgang Öxler OSB überzeugt. Der Neubau werde „eine zeit- und bedarfsgemäße Ausstattung und energetische Effizienz“ ermöglichen. An der gewohnten Familiarität der Schule werde sich aber nichts ändern. „Wir zählen darauf, dass die gute Zusammenarbeit zwischen Gymnasium und Kloster die Schule in die nächste Ära trägt.“

Mit dem Neubau starte auch ein neues Konzept, so Merlin: „Ganztakt plus“, das zwei verbindliche Unterrichtsnachmittage für die Unter- und Mittelstufe vorsieht. An den restlichen drei Wochentagen könne die Nachmittagsbetreuung zusätzlich gebucht werden. Die Trägerschaft für Schule und Tagesheim werde künftig beim Schulwerk liegen – bisher war das Tagesheim unter der Trägerschaft des Klosters.

„Mit dem Ja zum Neubau bekräftigen die Mönche ihr Engagement im Dienst an den jungen Menschen“, betont Merlin. Derzeit arbeiten sechs Mönche als Lehrer und Erzieher in Schule und Tagesheim.

Zur Geschichte

Die Bildungseinrichtung besteht seit den Anfängen der Klostergemeinschaft in St. Ottilien. In der 128-jährigen Schultradition hat das Ottilianer Gymnasium schon mehrere Male die Räumlichkeiten gewechselt: Die ersten Schüler erhielten in den 1880er und 90er Jahren Unterricht im ehemaligen Klostergasthof – heute der Platz vor dem Exerzitienhaus. Später wurden die Klassen ins ehemalige Schloss verlegt, nach dem Wegzug der Benediktinerinnen schließlich in den Katharinenbau – das heutige Tagesheim. Von 1960 bis 1990 entstanden schließlich die drei heute genutzten Bauten

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