Klinikums-Erweiterung wird konkret

Neubauten für Klinikum Landsberg geplant

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Der Patientengarten (vorne links) bleibt bestehen. Das Klinikum Landsberg plant nun, westlich des Parkplatzes und in Richtung Breslauer Straße im Norden zu erweitern.

Landkreis – Der Landkreis will das Klinikum erweitern. Geplant ist eine Vergrößerung der Funktionsbereiche und der Krankenpflegeschule. Außerdem sollen Mikro-Apartments für Mitarbeiter und möglicherweise ein Parkhaus entstehen.

Der Landkreis ist in den vergangenen Jahren gewachsen, das Klinikum auch – allerdings nur in punkto Bettenzahl. Jetzt müssen Intensivstation, Notaufnahme, Laborkapazitäten und Operationssäle an die Größe angepasst werden. „Wir haben 220 Betten, aber nur zehn Intensivbetten“, so Landrat Thomas Eichinger (CSU). Eigentlich gelte, dass die Intensivstation zehn Prozent der Gesamtbetten haben sollte, also 22. Auch die Notaufnahme, die von einer ständig wachsenden Patientenzahl aufgesucht werde, müsse vergrößert werden.

Die Krankenpflegeschule soll um etwa ein Drittel wachsen – statt 75 werden dann 96 Plätze in drei Ausbildungsjahren zur Verfügung stehen. Um auf dem umkämpften Pflegekräftemarkt attraktiv zu sein, sollen Mikro-Apartments für Mitarbeiter gebaut werden. Der zusätzliche Bedarf an Kfz-Stellplätzen könnte über ein Parkhaus gedeckt werden. Eichinger denkt auch an die Einrichtung einer Geriatrie und an zusätzliche Räumlichkeiten für das Gesundheitsamt, das in jüngster Zeit personell stark gewachsen ist.

Im Verwaltungsrat des Klinikums, dessen Vorsitzender Eichinger ist, gibt es diese Überlegungen schon lange. Nun werden sie konkret – geplant werden soll im nächsten Jahr, gebaut ab 2022. Allerdings ist der Landkreis zur Realisierung der Neubauten auf die Kooperation der Stadt angewiesen, die die Planungshoheit hat. Bereits im November soll die Bauleitplanung für die Klinikums-Erweiterung im Stadtrat erstmals behandelt werden. Auch die Kreisgremien müssen sich noch mit dem Thema beschäftigen. „Wir werden im nächsten Jahr vermutlich schon sehr konkrete Planungen vorlegen“, so Eichinger.

Offenbar sind für die Neubauten mehrere potenzielle Standorte im Gespräch. Die Funktionsbereiche könnten dort angesiedelt werden, wo momentan noch drei Verwaltungsgebäude des Klinikums stehen. Über einen Riegel könnte die Verbindung zwischen Neubau und Hauptgebäude hergestellt werden. Für die Krankenpflegeschule, die Apartments und das Parkhaus ist ein Grundstück hinter dem jetzigen Parkplatz im Gespräch, das der Landkreis vor einiger Zeit gekauft hat.

Für die Finanzierung des Millionenprojekts kann der Landkreis auf umfangreiche staatliche Zuschüsse hoffen. Eichinger hält für die Klinikums-Erweiterung eine Förderung von 70 Prozent aus der Krankenhausumlage des Freistaats für realistisch. Für den Wohnungsbau könnten 60 Prozent aus dem Wohnungspakt Bayern kommen. Lediglich die Krankenpflegeschule werde wohl nur mit einem Drittel bezuschusst.

Die Baumaßnahme wird sich über mehrere Jahre erstrecken, da sie schrittweise realisiert werden muss. Zuerst müssen Ersatzbauten für die abzureißenden Verwaltungsgebäude entstehen, bevor der Neubau für die Funktionsbereiche begonnen werden kann. Eichinger rechnet damit, „dass uns das Thema die ganze Wahlperiode hindurch begleiten wird“.

Ulrike Osman

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