Eurofighter auf dem NATO-Flugplatz Lechfeld

Gelegentlich mit Nachbrenner

Eurofighter - NATO-Flugplatz Lechfeld
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Startbereit auf dem NATO-Flugplatz Lechfeld: zwei Eurofighter des Taktischen Luftgeschwaders 74 aus Neuburg.

Lechfeld – Selbst für die Soldaten und Zivilbeschäftigten auf dem Lechfelder Fliegerhorst ist es dieser Tage ungewöhnlich laut. Das liegt nicht nur daran, dass regelmäßig am Vormittag und am Nachmittag in einem zweistündigen Zeitfenster geflogen wird, sondern auch an den Flugzeugen: der Kampfjet Euro­fighter bietet eine ganz andere Geräuschkulisse als die Hubschrauber oder die Propellermaschinen, die sonst häufig den NATO-Flugplatz Lechfeld anfliegen. 

Wegen turnusmäßiger Sanierungsarbeiten an der Start- und Landebahn auf dem Neuburger Fliegerhorst hatte das Taktische Luftwaffengeschwader 74, wie im KREISBOTEN berichtet, Anfang September 14 Eurofighter auf das Lechfeld verlegt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten verläuft der Flugbetrieb jetzt reibungslos. Nach vierjähriger Pause nutzten die Neuburger wieder mal ihren ständigen Ausweichflugplatz für den Routine-­Flugbetrieb. 300 Dienstposten aus Neuburg waren dazu auf das Lechfeld verlegt worden, um die 50 Männer und Frauen der Flugplatzstaffel, die sowieso ganzjährig hier stationiert sind, zu unterstützen.

„Durch die Verlegung haben wir fast um die Hälfte mehr Flugbetrieb auf dem Lechfeld“, schätzt Oberst Gordon Schnitger, Kommodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 74. Zu Spitzenzeiten sind acht der 14 Maschinen unterwegs – in verschiedenen deutschen Übungslufträumen (einer davon liegt direkt über dem Platz) oder in Tschechien, Belgien oder der Schweiz.

„Der wesentliche Unterschied zur heimatlichen Basis an der Donau ist, dass auf dem Lechfeld alles viel großflächiger ist“, beschrieb Oberst Schnitger jüngst beim Pressetermin. „Nicht zuletzt ist die Start- und Landebahn hier auf dem Lechfeld 240 Meter länger“, weiß der Kommodore aus Erfahrung, schließlich ist er auch schon selbst am Lechfeld gestartet. Trotzdem gehört es zum Übungsbetrieb der QRA-Alarmrotte (Quick Reaction Alert), die die Sicherung des Luftraums im Süden Deutschlands wahrnimmt, gelegentlich mit den Nachbrenner zu starten. Das erfolgte zumeist in Richtung Süden über den Landkreis Landsberg; damit wurde ein Überflug von Königsbrunn und Friedberg vermieden.

Die Bereitschaftszeit der QRA endet am Montag, die Rückverlegung aller bayerischen Euro­fighter nach Neuburg soll spätestens am nächsten Mittwoch abgeschlossen sein.

Die zunächst für Ende September angekündigte Verlegung einiger Tornado-Kampfflugzeuge der 6º Stormo (Geschwader) aus dem italienischen Ghedi (Lombardei) wurde auf November verschoben. Das genaue Datum ist noch nicht bekannt, hieß es auf dem Lechfeld.

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