Neue Aufgaben entdecken

Werden am kommenden Mittwoch von Regierungspräsident Hillebrand geehrt (von links): Peter Steinmann, Horst Haller, Ingrid Sedlmaier, Christian Hanglberger, Renate Menzel, Brigitte Zeissner, Max Unger, Christel Eder, Irmgard Scheibenbogen, Margit Däubler, Betina Ahmadyar und Ottmar Hehn, Teilnehmer der EFI-Qualifizierung. Foto: kb

Das Potential älterer Menschen nutzen und das Miteinander der Generationen fördern – diese Idee steckt hinter dem bayernweiten Ausbildungsprogramm „Erfahrungswissen für Initiativen“, kurz EFI. Darin werden interessierte Senioren angeleitet, sich ehrenamtlich zu engagieren und eigene Projekte zu verwirklichen. Margit Däubler vom AWO-Mehrgenerationenhaus holte das Projekt auch in die Lechstadt.

15 Interessierte haben hier noch mal die Schulbank gedrückt. In 36 Stunden mit anschließendem Praxisteil wurden Impulse zu verschiedenen Themen wie Konzeptentwicklung, Projektplanung, Öffentlich­keits­arbeit oder Fundraising vermittelt, ebenso Gruppen­füh­rung oder Konfliktbewältigung. Für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung werden die 15 Teilnehmer am heutigen Mittwoch von Regierungspräsident Hillebrand geehrt, gemeinsam mit mehr als 100 Kollegen aus ganz Bayern. Damit verstärken sie das EFINetzwerk, das mithilfe von Landesfördermitteln ausgebaut werden soll. Dass 10000 Euro aus diesem Fördertopf nach Landsberg geflossen sind, ist Margit Däubler zu verdanken. Aufmerksam gemacht von Ottmar Hehn, dem Vorsitzenden der Geltendorfer Nachbarschaftshilfe „Hand in Hand“, stellte sie den Antrag bei der Regierung von Oberbayern, versicherte sich der Hilfe externer Referenten und organisierte mit ihren Mitarbeiterinnen und gemeinsam mit der Nachbarschaftshilfe „Hand in Hand“ die Schulungseinheiten, an denen sie selbst auch teilnahm. „Da mussten wir einen gewissen Standard bieten, viele der Teilnehmer waren in leitenden Positionen und haben zu Recht hohe Erwartungen an eine Weiterbildung“, erklärt Däubler. Umso schöner, dass aus den einzelnen Teilnehmern eine har­mo­nische Gruppe geworden ist, die sich mit den unterschiedlichsten Erfahrungen und Hintergründen ergänzen. Gesellschaft bereichern In der Seniorenschaft schlummert ein ungeheures Potential, das sich in verschiedenen Projekten niederschlägt: Die neuen Landsberger Senior-Trainer unterrichten an der VHS, übernehmen Patenschaften in Schulen, begleiten Hauptschüler auf ihrem Weg in den Beruf, engagieren sich in Umweltschutz und Kultur. „Es geht nicht darum, die Hauptamtlichen zu ersetzen, sondern durch das Engagement der Ehrenamtlichen unsere Gemeinschaft zu bereichern“, versichert Däubler. Durch Initiativen wie EFI würden Menschen zu freiwilligen Einsätzen motiviert und dazu, Verantwortung zu übernehmen. Auch für 2011 wurden bereits Fördermittel bewilligt, so dass sich Margit Däubler schon auf die nächste Unterrichtseinheit freuen kann. „Das ist natürlich leichter, weil wir nun auf die Erfahrungen dieses Jahres zurückgreifen können.“ Senior-Trainer fungieren als Initiativberater, Projektentwickler oder Netzwerker im Landkreis und können von Vereinen oder Gruppen angefragt werden. Auskunft gibt das AWO-Mehrgenerationenhaus unter Telefon 08191/4018374. Für die nächste Schulung findet ein Infoabend am 14. Dezember um 19.30 Uhr in der AWO-Begegnungsstätte in der Lechstraße in Landsberg statt.

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