Je früher, desto besser

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Nicole Mathauser leitet die neue Außenstelle der SOS-Entwicklungsdiagnostischen Beratungsstelle in Dießen.

Landsberg/Dießen – Was tun, wenn mein Baby oder Kleinkind sich auffällig verhält? Wenn es sich nicht so entwickelt wie gedacht? Wenn ich Bedenken habe, dass „irgendwas nicht stimmt“? In Bayern helfen seit genau 40 Jahren die Frühförderstellen mit Rat und Tat weiter, in Landsberg gibt es seit 35 Jahren die SOS-Entwicklungsdiagnostische Beratungsstelle in der Spöttinger Straße. Und die bietet pünktlich zum Bayern-Jubiläum einen neuen Service für Familien aus dem südlichen Landkreis: Eine Außenstelle im SOS-Kinderdorf in Dießen.

Etwa 400 Familien pro Jahr aus dem ganzen Landkreis suchen und finden Rat und Hilfe in der SOS-Entwicklungsdiagnostischen Beratungsstelle. Manchmal ist es der Kinderarzt, der die Eltern auf das kostenlose Angebot hinweist, manchmal sind es die Mitarbeiter der Krippen und Kindergärten, sagt Elke Wimpelberg, die Leiterin der Frühförderstelle. Oft kommen aber auch Eltern von sich aus, die sich Sorgen um ihren Nachwuchs machen. 

Bevor es eskaliert 

Je früher Rat gesucht wird, desto besser ist es, betont Wimpelberg, deren Mitarbeiter sich viel Zeit bei einer ersten eingehenden Beratung nehmen. Gerade in der Schreibabyambu- lanz genügen oft ein oder wenige Termine, bis die Kleinen die Anlaufschwierigkeiten beim Schlafen, Essen oder Schreien bewältigt haben. Dann kommt es erst gar nicht so weit, dass die Situation eskaliert und die Eltern am Ende völlig verzweifelt sind. 

Sind die Auffälligkeiten der Kleinen gravierender, führen die Mitarbeiter der Frühförderung eine fundierte und gezielte Diagnostik durch und legen auf deren Grundlage gemeinsam mit den Eltern das weitere Vorgehen fest. Die Kleinen können dann in der Beratungsstelle, zu Hause oder im Kindergarten über den Fachdienst gezielt und interdisziplinär gefördert werden – also sowohl pädagogisch-psychologisch als auch medizinisch-therapeutisch. Denn in der Spöt- tinger Straße arbeiten sowohl Heilpädagogen und Psychologen als auch Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Phy- siotherapeuten. 

15 Kinder 

Familien aus dem südlichen Landkreis müssen ab sofort nicht einmal mehr bis Landsberg fahren. Im „Haus Mosaik“ im SOS-Kinderdorf Dießen befindet sich nun eine Außenstelle mit drei freundlichen Räumen. Dort fördert Heilpädagogin Nicole Mathauser bereits 15 Kinder bis zu sechs Jahren in Kooperation mit einer Ergotherapeutin, einer Logopädin und einer Physiotherapeutin.

Daniela Hollrotter

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