Film ab in Penzing

Penzing – Spannende Unterhaltung bei Popcorn und Cola. Das gibt es jetzt auch in Penzing im neuen „Cineplex“ im Gewerbegebiet. Seit vergangener Woche heißt es „Film ab“. Zu finden ist es über die Autobahnausfahrt Landsberg-Ost. Schon kurz hinter der Autobahnausfahrt ist das am Ortsrand gelegene Kino nicht zu verfehlen.

Alles ist neu, teilweise werkeln noch die Handwerker hinter den Kulissen und Leinwänden. Neu ist natürlich auch das Personal. Deshalb hatten sich die Betreiber auch zu einem „Soft-Opening“ entschlossen, einer Art Probebetrieb. Es galt, die neuen Mitarbeiter auf die Abläufe einzustellen. Im Gegenzug gab es für die Kinobesucher ermäßigte Eintrittskarten. Getestet werden sollte beispielsweise der Kassenbetrieb. Ein Teil der Kassen sind in die Verkaufstheke für Popcorn und Cola und natürlich auch andere kinotypische „Schleckereien“ integriert. Für den Besucher soll es den Vorteil haben, sich nur einmal anstellen zu müssen.

Bis auf Kleinigkeiten sei der Probebetrieb insgesamt gut gelaufen, sagte Inhaber Werner Rusch gegenüber dem KREISBOTEN. Das Gebäude ist durch einen Investor errichtet worden, sagte Werner Rusch. Die Inneneinrichtung und die Kinotechnik ist dann Sache der Betreiber. Es wurde Technik „vom Feinsten“ eingebaut.

Die Zeit der „Filmrollen“ ist schon lange vorbei, erläuterte der Marketingleiter Oliver Kühne der eingeladenen Presse. Somit kann es auch keinen klassischen „Filmriss“ mit entsprechender Pause geben, wie ihn viele ältere Kinobesucher noch kennen. Heute muss eher eine Festplatte ausgetauscht werden. Im digitalen Zeitalter reicht ein „Filmvorführer“ in einem Kontrollraum, um die Filme in allen elf Kinosälen in Penzing zu steuern und zu kontrollieren. Der Beruf des klassischen Filmvorführers ist längst tot. Gefragt sind heute IT-Spezialisten. Denn die Filme kommen teilweise über Satellit und können mit einer Codierung freigeschaltet werden.

Insgesamt hat das „Cineplex“ 1350 Plätze in den elf Sälen. Die Kinosäle sind unterschiedlich groß, der kleinste fasst 70 Besucher, der größte 200. Besonders stolz sind die Betreiber auf ihre neuen Sitze. Sie sind mit einer Breite von 63 Zentimetern vergleichsweise erheblich bequemer als Flugzeug-sitze, die in der „Holzklasse“ oft nur 45 bis 50 Zentimeter messen. Auch die Beinfreiheit stimmt im Kino. Rund 45 Menschen werden im „Cineplex“ in Penzing beschäftigt sein, die meisten allerdings als Teilzeit- und Aushilfskräfte. Kinoleiter, IT-Spezialist und Marketingmitarbeiterin arbeiten als Vollzeit und kennen den Kinobetrieb bereits aus anderen „Cineplex“-Standorten.

Zum Kinoimperium von Werner Rusch gehören fünf weitere Kinos an den Standorten Aichach, Meitingen, Königsbrunn, Memmingen, und Leipzig. „Cineplex“-Kinos sind Verbund unabhängiger mittelständischer Kinounternehmen, die sich durch den Zusammenschluss auf verschiedenen Ebenen Synergieeffekte erhoffen. Vertriebstechnisch soll das „Cineplex“ weiter aufgerüstet werden. So will Rusch in Landsberg einen Ticketautomaten aufstellen und denkt auch über die Einrichtung einer weiteren Vorverkaufsstelle nach. In nicht allzu ferner Zukunft könnte das papierlose E-Ticket auf dem Smartphone Standard sein.

C. Spörer

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