Neue Einheit im Marienmünster

Der Vereins „Freunde der Dießener Münsterkonzerte“ hat einen neuen Vorsitzenden. Mit Helmut Gör­lach steht dem Verein seit kurzem ein Mann vor, der seit drei Jahren in der Marktgemeinde lebt und ehemals freier BR-Mitarbeiter war. Den Kontakt hatte Kirchenmusiker Franz Günthner hergestellt. Wie im KREISBOTEN berichtet, müssen die Konzerte im Marienmünster wegen der Holzwurmbehand­lung heuer deutlich reduziert werden.

Der „alte Vorstand“ habe die Ansicht vertreten, dass es Zeit für was Neues sei, erklärte Görlach. Er steht aktuell 18 Mitgliedern vor. Darüber hinaus wolle man „nach Außen hin ein neue Einheit“ darstellen und die Beziehungen zur Kirche intensivie­ren. Görlach ist Journalist und war 40 Jahre als freier Mitarbeiter beim Bayerischen Rundfunk tätig, wo er vor allem Dokumen­tarfilme drehte. Neu ist in diesem Jahr ist der Programmablauf der Münsterkonzerte. Bedingt durch die Sanierungsarbeiten im Marienmünster wird das Programm nicht so umfangreich ausfallen. Die ständig beliebter werdenden Orgelmatineen finden laut Kirchenmusiker Günther heuer an vier Terminen statt. Den Auftakt macht am 2. Mai zur gewohnten Zeit um 11.30 Uhr der Münsterorganist selbst. Das zweite Konzert ist für 16. Mai geplant, mit Kirchenmusiker Ro­bert Scheingraber. Heuer werden zwei Konzerte in St. Stephan aufgeführt, das erste am 6. Juni. Michael Eberth wird zu Gast sein. Eberth unterrichtet seit Oktober 2008 an der Hochschule für Musik und Theater in München. Die letzte Orgelmatinee findet unter der Leitung von Christian Friese, der bereits als Organist am Marienmünster tätig war, am 4. Juli statt. Besonders Highlight beider Veranstaltungen ist natürlich die Orgel. Auf das 16. Jahrhundert datiert sei sie die älteste Orgel Bayerns. „Sie stammt aus Spanien und hat viel zu erzäh­len. Vor allem der Klang der original erhaltenen Orgel ist sehr authentisch“, so Günther. Das „Ereignis des Jahres“ finde am 14. November statt: das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart aufgeführt. Solisten, Chor und Orchester des Marienmünsters werden unter der Leitung Günthner Mozarts wichtigstes Sakralwerk unter dem „Dießener Himmel“ feierlich begehen. Der „Dießener Advent“, inzwischen zum Traditionskonzert avan­ciert, versammelt am 5. Dezember wieder eine bunte Mischung von Gruppierungen aus dem Ammerseeraum, die das Thema Advent in unterschiedlichen Stilen interpretieren. Vor der geöffneten Mysterienbühne im barocken Hochaltar wird dabei das biblische Geschehen auf ganz besondere Weise sichtbar. Zum festlichen Jahresausklang werden Franz Günthner und als „kongenialer Partner“ Hans Jürgen Huber ein Funken sprühendes, musikalisch-barockes Feuerwerk zünden. Die beiden Musiker sind als Duo mittlerweile in ganz Deutschland konzertant zu hören. Sie begleiten die Besucher wie in den vergangenen Jahren an die Schwelle zum neuen Jahr. Neu ist zudem ein echtes Neujahrskon­zert, das es natürlich am 1. Januar gegeben wird. "Dießen hilft Haiti" Unter dem Titel „Dießen hilft Haiti“ initiiert der Verein auf Anregung von Franz Günthner ein Benefizkonzert, das am Samstag, 27. März, ab 18 Uhr im Marienmünster stattfinden wird. Zusammen mit der Dießener Pfarrgemeinde wird der Opfer des Erdbebens vom 12. Januar gedacht. Orgel, Chöre und Musik­gruppen aus Dießen werden den ernsten musikalischen Rahmen zu einer vorausgehenden großen Sammelaktion bilden.

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