Für die schnelle Hilfe

Neue Fahrzeuge für Feuerwehr und Wasserwacht Utting

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Festlich geschmückt waren die neuen Einsatzfahrzeuge der Uttinger Feuerwehr und Wasserwacht beim „Tag der offenen Tür“. Unser Bild zeigt (von links) Kommandant Florian Hoffmann, sein Vize Johannes Vogt, Bürgermeister Josef Lutzenberger und Frederik Riedel, stellvertretender technischer Leiter der Wasserwacht.

Utting – In Utting arbeiten Feuerwehr und Wasserwacht Hand in Hand. Viele der ehren­amtlichen Helfer sind in beiden Organisationen aktiv, so dass man sich bei Ausbildung und Übungen unterstützen und ergänzen kann. Da lag es auf der Hand, einen gemeinsamen „Tag der offenen Tür“ zu veranstalten, zumal es doppelt Grund zum Feiern gab: Das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20 der Feuerwehr und das neue Einsatz-Quad der Wasserwacht wurden geweiht und ganz offiziell in Betrieb genommen.

Das Quad mit der genauen Bezeichnung „All Terrain Vehicle ATV“, ist zwar neu als Einsatz­fahrzeug, wurde aber schon 2014 erstmals zugelassen. Die Wasserwacht stemmte den Kauf des gebrauchten 20 PS-Quads mit 6.500 Euro aus eigenen Mitteln und baute es als Einsatzfahrzeug um. Unter anderem mit Blaulicht und Sirene sowie mit Warnfolien in Neonfarben und reflektierenden Konturstreifen.

Bei einem Quad mit seinen vier „dicken Schlappen“ denkt man zuerst an den Spaßfaktor, doch der Einsatzzweck am Ammersee ist ein sehr ernster. Bei akuten medizinischen Notfällen greift die Rettungsleitstelle immer wieder auf die Wasserwacht zurück, da die Helfer entsprechend ausgebildet sind, um verletzten oder schwer erkrankten Personen zu helfen und die Zeit zu überbrücken, bis Notarzt und Rettungsdienst kommen. Bislang fuhren die Uttinger Wasserwachtler meist mit Privat-Pkws zum Einsatzort, was bei verstopften Straßen viel Zeit kostete. Das wendige Quad mit Blaulicht und Martinshorn kommt jetzt wesentlich zügiger zum Patienten, um schnellstmöglich lebensrettende Maßnahmen ergreifen zu können.

Eine ganz andere Dimension hat das neue „Schlachtschiff“ HLF 20 der Feuerwehr. Es ist gleichermaßen für Brandeinsätze und Technische Hilfeleistungen aller Art vorgesehen. Rund 415.000 Euro kostete das Fahrzeug, wobei die Gemeinde den Löwenanteil aufbringen musste. Nur 119.000 Euro gab es als Zuschuss vom Staat. Das bisherige Erstangriffsfahrzeug LF 16 wurde nach 29 Jahren aus „Altergründen“ ausgemustert.

Der „rollende Werkzeugkasten“ auf einem MAN-Fahrgestell mit 290 PS Motorleistung ist neben Leitern, Flutlichtanlage, Stromerzeuger, Wasser- und Schaummitteltank bis zum letzten Zentimeter mit Geräten und Werkzeugen ausgestattet. Ob mit hydraulischen Winden, Trennschleifern, Ketten- und Rettungssägen, Atemschutzgeräten oder sogar Schwimmwesten – die Freiwillige Feuerwehr Utting ist jetzt für nahezu jeden Notfall optimal gerüstet.

Jede Menge Lob

Beide Fahrzeuge wurden an der Pfarrkirche Mariä Heimsuchung geweiht, bevor sie am Feuerwehrhaus ausgiebig bewundert werden konnten. Hunderte von Uttingern nutzten die Gelegenheit, bestaunten diverse Rettungsvorführungen und machten Rundfahrten im Feuerwehrauto. Für die Kids gab es das beliebte Kistensteigen, eine Hüpfburg und einen riesigen Sandkasten. Zur Brotzeit sowie Kaffee und Kuchen unterhielten die Blasmusik­freunde Utting. Dabei gab es von der Bevölkerung viel Lob für ehrenamtlichen Helfer bei Feuerwehr und Wasserwacht, die Tag und Nacht dafür sorgen, beruhigt in Utting leben zu können.

Dieter Roettig

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