Die Neue bei der Feuerwehr:

Im Ton eines Kommandanten

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Ganz schön zackig: Die neue Schriftführerin, Karina Bauer, bedankte sich in ihrer Funktion als Jugendsprecherin bei der männlichen Führungsriege der Denklinger Feuerwehr mit Essensgutscheinen und Bildercollage.

Denklingen – „Des muaß fei schneller gehn. Mir ham net ewig Zeit.“ Diese Wörter kamen nicht aus dem Mund des Kommandanten Herbert Negele oder des Vorstands Stefan Sieg, als die Denklinger Feuerwehr tagte. Nein; das war die zackige Ansage einer 18-jährigen Dame, die gerade zur neuen Schriftführerin gewählt worden war, am Ende der Jahresversammlung.

Karina Bauer aus Dienhausen rief nämlich die Männer der Führungsriege dazu auf, nach vorne zu kommen und sich in einer Reihe aufzustellen. In ihrer Funktion als Jugendsprecherin der Feuerwehr wollte sie den Herren einen Essensgutschein und eine Bildercollage überreichen – als kleines Dankeschön des Vereinsnachwuchses.

Denklingen und Dienhausen haben eigene Wehren, aber eine gemeinsame Jugendfeuerwehr. Deren Sprecherin ist Karina Bauer, die nun – in der Nachfolge von Michael Herz, der nach zwölf Jahren nicht mehr antrat – auch als Schriftführerin fungiert.

In der Wahl bestätigt wurde Kommandant Herbert Negele; der jährige Kfz-Mechaniker und Geschäftsführer des gleichnamigen Autohauses ist bereits seit 24 Jahren der Chef der Wehr, die aktuell 43 Aktive zählt. Mit Erleichterung wurde seine Ankündigung aufgenommen, dass er auf jeden Fall noch bis 2017 Kommandant bleibe. Dann steht Denklingen mit dem Bezirksmusikfest ein Großereignis ins Haus, wobei auch die Feuerwehr gefordert ist.

Negele listete die Gründe für eine erneute Kandidatur auf. Dabei nannte er das „stimmige Umfeld“ in der Vorstandschaft, wo man nicht nur „auf Schönwetter mache“, sondern auch Klartext spreche, erwähnte des Weiteren die Zusammenarbeit mit dem zweiten Kommandanten und mit Gerätewart Franz Finsterwalder sowie den guten Kontakt zur Gemeinde und zur Kreisbrandinspektion.

Ebenso ist auf der Jahresversammlung auch der zweite Kommandant Jürgen Waldhör bestätigt worden. Der 43-Jährige durfte aus der Hand von Kreisbrandmeister Johann Hagenbusch (Leeder) Urkunde und Ehrennadel des Innenministers für 25 Jahre aktiven Dienst entgegennehmen.

Bürgermeister Michael Kießling fungierte als Wahlvorstand und hat mit seinen Helfern die Stimmen in der kleinen Küche hinter der Schänke im Sportheim rasch ausgezählt. Der Rathauschef erwähnte, dass im Haushalt der Lechraingemeinde 350000 Euro für ein Fahrzeug der Epfacher Wehr eingestellt seien und 120000 Euro für neue Schutzanzüge.

29 Einsätze

Kommandant Negele berichtete von 1300 Übungsstunden im vergangenen Jahr. Die Wehr war 29 Mal im Einsatz, die Absicherungen von Straßen mitgerechnet. Tobias Kettner richtete den Blick auf die Jugend. Da gab es 2014 genau 32 Übungstermine. Kettner ist zudem fachlicher Kreisbrandmeister für den Bereich EDV im Landkreis Landsberg. Zwischen Dienhausen und Greifenberg gibt es aktuell 512 Burschen und Mädchen in den Jugendfeuerwehren bzw. -gruppen.

In der Vorschau auf das aktuelle Jahr erwähnte Vorstand Stefans Sieg die „Fehlalarm-Party“ des Feuerwehrvereins am 3. Oktober in der Mehrzweckhalle genauso wie den Ausflug mit Besichtigung des Hubschrauberlandeplatzes am Augsburger Zentralklinikum. Sieg beschloss die Versammlung – allerdings erst nach der gar zackigen Ansage der neuen Schriftführerin.

Johannes Jais

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