Ende Juni ist der Lechhang fertig

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Die aktuell gesperrte Lechhang-Treppe zur Von-Kühlmann-Straße soll etwas weiter südlich neu gebaut werden und wieder fürs Fahrrad-Schieben tauglich sein.

Landsberg – Gute Neuigkeiten gab es im Bauausschuss des Stadtrats zum abgerutschten Lechhang und der Wiederherstellung von Weg und Treppe. „Mit einer neuen Lösung können wir die Bauzeit deutlich verkürzen und 30 Prozent oder mehr gegenüber der Planung einsparen“, versprach Wolfgang Häusele vom beauftragten Ingenieur-Büro „Trepte-Häusele“ aus Germering.

Statt an der Von-Kühlmann-Straße „Kopfbalken“ zu installieren, damit dort ein großer Langarmbagger aufgestellt werden kann, soll jetzt parallel mit drei kleineren Baufahrzeugen im Hang gearbeitet werden. „Das geht wesentlich schneller und spart viel Aufwand“. Einen entsprechenden Vorschlag hatte Wolfgang Neumeier (UBV) im Ausschuss bereits vor einigen Wochen unterbreitet.

Die alte Treppe soll nicht mehr aufwendig wiederhergestellt werden, man müsse auf die durch die Natur veränderte Situation eingehen, erläuterte Häusele. „Durch den Hangrutsch haben wir eine komplett veränderte Topologie. Im oberen Teil liegt jetzt die erste tragfähige Schicht offen, nachdem ohne den Bewuchs der Rest abgerutscht ist.“

Dementsprechend soll die Treppe einige Meter in Richtung Süden, näher an die Frühlingsstraße „verzogen“ werden. „Wir werden, bis auf den letzten steilen Stich nach oben, mehrere kleine Podeste mit 2,90 Metern Länge und 60 Zentimetern Höhenunterschied haben. Ein Fahrrad kann also wieder moderat nach oben geschoben werden.“

Stabilisiert werden soll der Hang durch eine „Terrassierung“ mit drei Stützmauern mit großen Steinen; 1,80 Meter hoch am Fuß, „1,20 bis 1,50 Meter weiter oben, man wird immer zur Von-Kühlmann-Straße sehen können“. Damit baue man jetzt „entsprechend der natürlichen Böschungsneigung“.

Keine Garantie

Eine „finanzielle Garantie“, falls es dennoch wieder zu einer Rutschung komme, wie von Petra Kohler-Ettner (CSU) angefragt, wollte Häusele aber nicht übernehmen. „Wir arbeiten mit der Natur, ich kann nur sagen, wir haben ingenieurtechnisch alles geprüft, der Hang ist damit für uns absolut lagesicher.“ Um eine erneute Auswaschung der Treppe zu verhindern, sollen horizontal und vertikal zahlreiche „Rigolen“ eingebaut werden. Dabei werden Rohre mit Schotter gefüllt, um Regenwasser aus dem Hang abzuleiten.

Bei der einstimmigen Zustimmung zu dieser Planung stellte der Ingenieur einen Zeitplan in Aussicht. Am 25. März soll das Thema im Finanzausschuss besprochen werden, „bis dahin sollte die Ausschreibung schon gelaufen sein“. Dann könne man kurz nach Ostern mit den Arbeiten anfangen und Ende Juni komplett fertig sein, „dann hätten wir immer noch zwei Wochen Luft bis zum Ruethenfest“.

Christoph Kruse

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