Fernwärme wird teurer

+
Die Photovoltaikanlagen von Kaufering sorgen dafür, dass die Kommunalwerke insgesamt schwarze Zahlen schreiben.

Kaufering – Rund 160 Haushalte der Marktgemeinde werden in den nächsten Tagen einen Brief erhalten. Der Inhalt: Eine Einladung zu einer Infoveranstaltung der Kommunalwerke. Die Nutzer der Kauferinger Fernwärme werden dann über neue Verträge informiert, die ab dem 1. Januar 2016 in Kraft treten sollen – mit einer Gebührensteigerung.

Es wird wohl keine einfache Veranstaltung für die Verantwortlichen der Kommunalwerke werden, denn die Nutzer der Fernwärme müssen wohl tiefer in die Tasche greifen. Um wie viel teurer die Fernwärme allerdings wird, wollte der technische Werkleiter Timo Exel selbst den Werkausschuss-Mitgliedern nicht verraten – zumindest nicht in öffentlicher Sitzung. „Unsere Vertragspartner sollen die absoluten Zahlen nicht aus der Presse erfahren“, sagte Exel auch den wenigen Besuchern im Thomas-Morus-Haus. Immerhin verriet der technische Werkleiter, dass die bisherigen Fernwärmepreise in Kaufering unter den Marktpreisen lägen und belegte das mit bundesweiten Vergleichen.

Während die neuen Preise noch ein großes Geheimnis sind, ist es kein Geheimnis, dass die Fernwärme der Marktgemeinde weiterhin Verluste einfährt. Diese werden aber durch die Sparten Wasser, Abwasser und vor allem durch die Erträge aus der Photovoltaikanlage ausgeglichen. Die kaufmännische Leiterin der Kommunalwerke, Manuela Nitsche, prognostizierte für den Haushaltsplan 2015 einen Jahresgewinn von 300700 Euro. Damit setzen die Werke ihren Konsolidierungskurs weiter fort. 2013 schrieb man noch rote Zahlen, im Folgejahr belief sich der Gewinn auf 215800 Euro.

Die Sparte Wasser soll im laufenden Jahr Erträge in Höhe von 804000 einbringen. Dem stehen Aufwendungen in der Größenordnung von 798200 vor Steuern gegenüber. Der Jahresgewinn wird auf 4300 Euro prognostiziert. Auch bei der Entwässerung wollen die Kommunalwerke nach den vorgelegten Zahlen im Jahr 2015 wieder schwarze Zahlen schreiben. Bei Erträgen von rund 1,2 und Aufwendungen von rund 1,1 Millionen Euro sollen am Jahresende 81000 Euro übrig bleiben. Das kann sich allerdings in den nächsten Jahren ändern, denn Kauferings Kanäle müssen saniert werden. Bürgermeister Erich Püttner rechnet hier mit Aufwendungen in der Größenordnung von acht Millionen Euro in den nächsten Jahren.

Unter dem Begriff „Regenerative Energien“ sind bei den Kommunalwerken die Sparten Fernwärme und Photovoltaik- anlagen zusammengefasst. Bei Erträgen von knapp 5,1 und Aufwendungen von knapp 4,9 Millionen Euro sollen im laufenden Jahr 215000 Euro in der Kasse verbleiben. Die Fernwärme wird einen Verlust von 413800 Euro einfahren – im Vorjahr waren es noch 571400 Euro. Dagegen steht ein Gewinn von 629000 Euro bei der Photovoltaikanlage.

Siegfried Spörer

Meistgelesen

Eine Leiche muss her!
Eine Leiche muss her!
Ein Weißbier mit Obama
Ein Weißbier mit Obama
Humpelstilzchen klaut Rotcapis Koffer
Humpelstilzchen klaut Rotcapis Koffer
Die Sparkasse Landsberg-Dießen reduziert
Die Sparkasse Landsberg-Dießen reduziert

Kommentare