Neue Visitenkarten für die Lechstadt

„Wohnen und Arbeiten“ soll an der Südeinfahrt Landsbergs Vorrang haben. Foto: Schwaiger

Vielerorts prägen fragwürdige Stadteinfahrten die Ortsbilder, geben schlechte Visitenkarten ab und entsprechen absolut nicht den Vorstellungen qualitätvollen Städtebaus. Da macht Landsberg keine Ausnahme. Im Süden wird sich das nun ändern, schrittweise soll aus dem Gewerbegebiet an der Schongauer Straße ein Mischgebiet werden. Ein Nebeneinander von „Wohnen und Arbeiten“ schwebt den Stadtoberen vor.

Zur Umsetzung dieses Zieles ist zunächst die dritte Änderung des Bebauungsplanes „Schongauer Straße“ erforderlich. Und die beschloss der Stadtrat kürzlich einstimmig, ebenso die Veränderungssperre, um kurzfristigen und nicht erwünschten Ent­- wicklungen einen Riegel vorzuschieben. Nach Abschluss des Verfahrens könne, so Sabine Klieber von der Bauverwaltung, die südliche Stadteinfahrt „neu definiert“, also das von Gewerbeflächen geprägte ungeordnete Bild durch das eines belebten und qualitätvollen Stadt­- quartiers ersetzt werden. Damit einher gehen auch Veränderungen in der Schongauer Straße. Nach der deutlich spürbaren Verlagerung des Durchgangsverkehrs auf die B17neu seien Rück- und Umbau ebenso angedacht wie eine Reduzierung der Geschwindigkeit. Nur Bäcker und Metzger Die Nutzungsaufgabe des Autohauses Jäckle war Auslöser der städtischen Überplanung. So kann der flächenintensive Be­trieb jetzt nicht einfach durch einen anderen ersetzt werden. Das regelt die Veränderungssperre. Ohnehin seien „urbane Subzentren“ wie das im Katharinenanger am Ortsrand deplatziert. Will heißen: Kein weiteres Nahversorgungszentrum, keine Vergnügungsstätten und auch keine Einzelhandelsbetriebe – von Versorgern wie Bäcker und Metzger mal abgesehen. Erwünscht sind neben Wohnen immissionsarme Handwerksbetriebe, wobei die Stadtplaner ein „Handwerkerprivi­- leg“ nicht ausschließen. Dadurch könnten die Immissionen insgesamt verringert werden, was auch den umliegenden Wohngebieten zu Gute komme. Die in dem fast zwei Hektar umfassenden Geltungsbereich des Bebauungsplanes aktuell tätigen Betriebe – Mineralölhändler, Baumaschinenverleih, Kfz-Werkstatt und Gebrauchtwa- genverkauf – haben im Rahmen des Bestandsschutzes keine Einschränkungen zu befürchten. Mit der langfristigen Planung des neuen Quartiers für Wohnen und Arbeiten im Süden der Lechstadt soll auch das Netz an Rad- und Fußwegeverbindungen weiter ausgebaut werden.

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