40 Millionen für die Sicherheit

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Der Echinger Tunnel (kleines Foto) auf der A 96 wird sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Während der Bauarbeiten wird der Autobahnverkehr über die Staatsstraße 2070 und eine extra angelegte Behelfsstraße geleitet. Den innerörtlichen Echinger Kreisverkehr überspannt dabei eine extra gebaute Brücke.

Eching – Erst 20 Jahre alt und schon sanierungsbedürftig: Der 1995 für knapp 38 Millionen Mark aus Stahlbeton gebaute Echinger Tunnel auf der Bundesautobahn A96 zwischen Greifenberg und Eching. Grund für die umfangreichen Bauarbeiten im rund 400 Meter langen und 24,6 Meter breiten Tunnel sind nicht nur erste Anzeichen von Betonverfall und korridierendem Stahl, sondern vor allem die verschärften Sicherheitsvorschriften der Bundesregierung.

Die Vorschriften wurden nach den katastrophalen Unfällen im Mont-Blanc-, Gotthard- und Tauern-Tunnel beschlossen. Da die A96 zum Transeuropäischen Verkehrsnetz zählt, werden der Echinger Tunnel und auch der Etterschlager Tunnel entsprechend nachgerüstet. Mit allen Arbeiten in den Tunneln sowie mit Bau und Rückbau der Umleitungsstrecken liegen die Gesamtkosten bei stolzen 40 Millionen Euro. Die A96 gehört im Abschnitt zwischen Landsberg und München zu den am meisten belasteten Autobahnstrecken in Bayern. Bis zu 100.000 Pkw und Lastwagen sind hier täglich in beiden Richtungen unterwegs und führen vor allem im Berufsverkehr häufig zu Staus.

Bis die gesamten Bauarbeiten im Herbst 2017 abgeschlossen sind, dürfen sich vor allem die Pendler auf zähen und stockenden Verkehr zwischen Greifenberg und Wörthsee einstellen. Während der Tunnelsanierung wird jeweils eine Fahrt­richtung auf die Staatsstraße 2070 sowie auf eine südlich angelegte Behelfsstraße zwischen Stegen und Greifenberg ausgeleitet. Über den innerörtlichen Kreisverkehr in Eching nahe dem Rewe-Markt wurde bereits eine 32 Meter breite Brücke eingehoben, über die der Autobahnverkehr rollen wird.

Behinderungen und Tempolimits sind die Autofahrer auf der A 96 zwischen Greifenberg und Wörthsee bereits seit Monaten gewohnt. Grund waren die umfangreichen Vorarbeiten für die Tunnelsanierungen. So wurden auf dem rund zehn Kilometer langen Streckenabschnitt unter anderem die Leitplanken und Anpralldämpfer erneuert, Notrufsäulen umgesetzt, 20 Schilderbrücken aufgestellt und Lärmschutzwände gebaut. In und an den Tunneln wurde ebenfalls bereits gearbeitet: Notfallnischen, Fluchttreppenhäuser, Löschwasserbehälter und vieles mehr. Der Echinger wie auch der Etterschlager Tunnel werden nach Fertigstellung alle Möglichkeiten eines sicheren Entkommens bei einem Unfall bieten.

Dafür sorgen neben einer optimalen Beleuchtung neue Fluchtwegleitsysteme, Brandmeldeanlagen, Not­ruf­säulen, Lautsprecher, Hydranten und mehr. Die elektronischen Verkehrsschilderbrücken vor den Tunneln zeigen dem ankommenden Verkehr die aktuelle Situation in den komplett videoüberwachten Tunneln. Soviel Sicherheit ist beruhigend und dafür müssen die Autofahrer jetzt erstmal Geduld und Verständnis zeigen.

Dieter Roettig

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