Jahresbeitrag 11,11 Euro

Neuer Faschingsverein „Licaria“ – Interview mit Axel Ludwig

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Voller Tatendrang: der Vorsitzende des neugegründeten Faschingsvereins „Licaria Landsberg am Lech“ Axel Ludwig.

Landsberg – Es gibt ihn wieder, den Faschingsverein. Vor wenigen Tagen hoben 14 Gründungsmitglieder den Verein „Licaria Landsberg am Lech“ aus der Taufe. Was steht jetzt an? der KREISBOTE führte ein Interview mit dem ersten Vorsitzenden Axel Ludwig.

Herr Ludwig, warum haben Sie den Verein gegründet?

Ludwig: „Ich bin früher als Kind selber im Umzug mitgelaufen. Er hat außerdem eine lange Tradition in Landsberg. Ich kann und will mir einfach nicht vorstellen, dass das stirbt. Wir wollen mit der Gründung noch einen Startschuss vor den Ferien geben. Nach den Ferien gehen wir dann in die Vollen.“

Wer ist noch im Vorstand?

Ludwig: „Da ist Claus Moritz als zweiter Vorsitzender und Ursula Herrmann als Kassiererin.“

Sind auch Jugendliche dabei?

Ludwig (lacht): „Ja, auch unter 30-Jährige.“

Welche Ziele hat sich der Verein gesetzt?

Ludwig: „Wir wollen den Faschingsumzug in Landsberg am Leben halten, das steht vor allem anderen. Der Verein hat noch wenig Vernetzungen. Wir müssen also erstmal Kontakte zu anderen Vereinen knüpfen, die Öffentlichkeitsarbeit ausbauen, wieder näher an den Bürgern dran sein und ihre Rückmeldungen aufnehmen. Die faschingsbegeisterten Landsberger haben ja in den letzten Jahren auch vieles vermisst. Und wir wollen von Anfang an mit Polizei und Stadt zusammenarbeiten. Die Stadt wird ja auch wieder Vereinsmitglied.“

Gibt es schon ein konkretes Konzept?

Ludwig: „Ganz konkret wollen wir jetzt noch nicht werden, das ist noch zu früh. Aber so viel schonmal vorab: Die Partyzelte an der Waizinger Wiese soll es weiterhin geben. Wir planen dazu unter anderem einen Kinderfasching als Begleitprogramm im Stadtzentrum. Es könnte auch eine Art Bühne geben mit Faschingsprogramm tagsüber. Also wahrscheinlich wird mehr Live-Musik zu hören sein.“

Und wie soll der Umzug selber aussehen?

Ludwig: „Der Umzug soll wieder für alle was sein. Vor allen Dingen wollen wir wieder mehr Fußgruppen, beispielsweise Faschingsgarden aus anderen Städten. Natürlich auch Wagen, aber eben nicht so riesige. Gerne mit Live-Musik drauf.“

Wo gab‘s in den letzten Jahren besonders Probleme?

Ludwig: „Es hat sich gezeigt, dass der Umzug wegen der immer größeren Dimensionen gefährlich wirkt. Kinder und ältere Menschen hatten teilweise Angst. Diese riesigen Anlagen auf den Wagen, und das in den engen Gassen hier, sind sehr problematisch. Das hat sich in den letzten 15 Jahren so entwickelt. Ebenso wie auch der übermäßige Alkoholkonsum auf den Straßen. Wahrscheinlich ist das auch der Hauptgrund für die Schulen, trotz unserer Bitte weiterhin erst einmal nicht mitzumachen. Wir hoffen, dass einige Schulkinder wieder über die Vereine dazukommen.“

War früher alles besser?

Ludwig: „Natürlich haben wir früher auch gebechert. Aber diese Scherben auf der Straße, diese vielen Jugendlichen, die sich die Kante geben, das gab‘s in den Ausmaßen nicht. Es hat sich mehr in den Lokalen abgespielt, danach ging‘s nachhause. Und irgendwie wurde das Ganze früher von Eltern und Lehrern mitgetragen. Die Exzesse waren aber eindeutig nicht so heftig.“

Wie sieht‘s mit den Finanzen aus?

Ludwig: „Es gibt ja schon den Stadtratsbeschluss, dass der Umzug mit 3.500 Euro unterstützt wird. Der Rest eben über Sponsoren. Und natürlich hoffen wir auf viele Mitglieder – Jahresbeitrag ist 11,11 Euro. Wer Fragen hat oder „Licarianer“ werden möchte, kann sich direkt bei mir unter fasching@licaria.de melden.“ 

Susanne Greiner

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