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Christoph Resch ist neuer Kreisbrandrat

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Von: Johannes Jais

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Kreisbrandrat Resch und Koller 2022
Generationswechsel bei der Führungsaufgabe: Der neue Kreisbrandrat Christoph Resch (links) aus Eresing und sein langjähriger Vorgänger Johann Koller. © Jais

Landkreis/Denklingen – 71 Feuerwehren gibt es im Landkreis Landsberg. Und 68 Kommandanten waren stimmberechtigt, als in Denklingen der neue Kreisbrandrat gewählt wurde. Davon entfielen 62 Stimmen auf Christoph Resch aus Eresing – ein Einstand nach Maß. Er ist 37 Jahre und damit – im Vergleich zu allen umliegenden Landkreisen – der jüngste Kreisbrandrat.

Auch wenn er der einzige Kandidat war: Das klare Ergebnis habe ihn „von den Socken gehauen“, kommentierte Christoph Resch die Neuwahl nach der Versammlung. Als er die Wahl annahm im Bürger- und Vereinszentrum Denklingen annahm, sah er das Ergebnis (62 von 68 Stimmen) als solide Vertrauensbasis. Er wolle in Zukunft aber auch die letzten sechs Kommandanten noch überzeugen.

Resch war von 2019 bis 2022 Kreisbrandinspektor für den Bereich Nord, zu dem die Stadt Landsberg und die Gemeinden nördlich davon gehören. Zuvor war er von 2015 bis 2019 Kreisbrandmeister im Abschnitt 6 im Osten des Landkreises. In Eresing, wo er mit seiner Frau Stefanie und der dreijährigen Tochter zu Hause ist, war er neun Jahre stellvertretender Kommandant.

Beruflich ist Resch bei der Werkfeuerwehr der Technischen Universität Garching beschäftigt. Wegen der Entfernung kann er allerdings nur bei wenigen Einsätzen im Landkreis vor Ort sein. Eine wichtige Rolle wird daher dem ständigen Vertreter des Kreisbrandrates zufallen, den Resch noch benennen wird. Der neue Kreisbrandrat Resch muss der Wahl in Denklingen jetzt noch durch die Regierung von Oberbayern bestätigt werden.

Zu den ersten Gratulanten gehörten Landrat Thomas Eichinger, der als Wahlleiter fungierte und Resch vorschlug, Vorgänger Johann Koller und Rüdiger Sobotta, Kreisbrandrat von Weilheim-Schongau und Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberbayern. Nach der Versammlung durfte Resch noch zahlreiche weitere Glückwünsche entgegennehmen.

Wichtige Themen als neuer Kreisbrandrat seien für ihn ein möglicher Blackout in der Stromversorgung, bei Waldbränden gewappnet zu sein und schließlich der Übergang zum Vollbetrieb im neuen Feuerwehrausbildungszentrum in Pürgen, es der neue Chef der Wehren im Landkreis zu verstehen.

Kollers letzter Bericht

Langanhaltenden Beifall erhielt Johann Koller aus Petzenhausen, der als Reschs Vorgänger das Amt des Kreisbrandrates 15 Jahre innehatte und es nun mit 64 Jahren abgegeben hat. Dessen Verabschiedung wird auf einem eigenen Festabend erfolgen, kündigte Landrat Eichinger an: „Heute hab ich noch kein Geschenk dabei“. Das solle „noch vor Eröffnung des Feuerwehr-Ausbildungszentrums in Pürgen“ geschehen, stellte Eichinger in Aussicht.

Johann Koller berichtete in seinem letzten Bericht als Kreisbrandrat, dass die 71 Wehren im Landkreis insgesamt gut 3.000 Aktive zählen. Darunter sind 328 Frauen. Dazu kommen gut 500 Jugendliche, darunter 122 Mädchen und Frauen.

Die Einsatzstunden (gut 23.000) sind im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Lockdowns stark gefallen und auch 2021 niedrig geblieben, aber immerhin wieder leicht gestiegen. 2.065-mal waren Wehren des Landkreises Landsberg zu Einsätzen ausgerückt; gut 1.300-mal wurden sie zu technischen Hilfeleistungen gerufen wie beispielsweise zu Unfällen. 299-mal mussten Brände bekämpft werden.

Johann Hagenbusch aus Leeder, kommissarischer Kassier des Kreisfeuerwehrverbandes, berichtete, dass im letzten Jahr die Ausgaben die Einnahmen überwogen haben. Dies sei aber „kein Problem“. Denn summa summarum habe man noch 23.000 Euro auf der hohen Kante. Manuela Thomamüller aus Egling ist bei der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes, auf der zahlreiche Führungskräfte ausgezeichnet wurden, zur neuen Schatzmeisterin gewählt worden.

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