Neuer Schwung für die Landsberger SPD

Ein neuer Trainer bringt oft neue Impulse in die Mannschaft. Was im Sport gilt, soll nun auch beim SPD-Ortsverein Landsberg geschehen, wie der bisherige Ortsvereinsvorsitzende der Landsberger SPD, Jens Sobotta, erklärte. Der neue Mann, der für Schwung unter den Genossen sorgen soll – schließlich stehen bald die Europawahl und die Bundestagswahl an – heißt Steven Kalus. Für den 33-Jährigen als SPD-Ortsvereinsvorsitzenden sprachen sich 19 Stimmberechtigte am Donnerstagabend bei der Jahreshauptversammlung der Landberger Sozialdemokraten aus. Die zwei abgegebenen Nein-Stimmen wertete Kalus als positiv, denn sie stünden für die Kontroverse unter den Parteimitgliedern, die er sich wünsche. Eine andere Neue in der Vorstandschaft ist Stadträtin Margit Däubler, die das Amt der ersten stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt. Susanne Schwarz bleibt zweite Stellvertreterin.

Auf (kontroverse) Diskussion hofft Steven Kalus, der als wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Dr. Peter Paul Gantzer, dem Vizepräsident des Bayerischen Landtags arbeitet, auch zwischen SPD-Ortsverein und den Landsberger Bür- gern. So soll, wie Kalus vorausblickte, die einmal monatliche Bürgersprechstunde wieder eingeführt werden. „Zu den Menschen hingehen, in ihre Stadtteile“, forderte er. Die Landsberger SPD solle keine Reden halten, sondern Gespräche mit den Menschen führen. Bei vielen Veranstaltungen im Verlauf des Jahres werden auch SPD-Landtagsabgeordnete mit den Bürgern ins Gespräch kommen, ver- sprach der neue Ortsvereinsvorsitzende. Infostand am Lech Die erste Möglichkeit für „Austausch und Kommunikation“ wird es noch im Mai geben – mit einem Infostand am Lech, an dem über die geplante Lechbrücke gesprochen werden soll. Zeichen setzen möchte Kalus auch in anderer Hinsicht und sprach sich für die Unterstützung der Aktionen des Bürgerbündnisses gegen Rechtsextremismus, das am Samstag, 30. Mai, zum Protest gegen den geplanten Aufmarsch rechter Gruppen aufruft. Von seinem Vorgänger Jens Sobotta bekam Kalus Unterstützung zugesagt. Sobotta bleibt dem Ortsverein als einer von fünf Beisitzern im Vorstand erhalten. Nach sechs Jahren als Vorsitzender fiel es ihm jedoch nicht leicht, sein Amt abzugeben. Doch berufliche Gründe hätten ihn dazu bewogen, betonte Sobotta. Schaut er auf die letzten zwei Jahre zurück, schwingt da auch Enttäuschung mit. „Die Niederlagen bei den Kommunal- und Landtagswahlen sitzen tief. Da fällt es schon schwer, aufzustehen und weiterzumachen.“ Ein Wechsel an der Spitze könne daher nur gut tun und der Landsberger SPD neue Impulse geben, der Sobotta großes Potenzial bescheinigte: „Wir haben das Knowhow und die Kraft, politische Ziele durchzusetzen.“ Zustimmung für den neuen Vorsitzenden Kalus äußerte auch Dr. Albert Thurner, der Vorsitzende des SPD-Kreisverbandes: „Ich freue mich, dass aus Sicht des Kreisverbandes der Ortsverband in guten Händen bleibt“. Mit Sobotta sei gut zusammengearbeitet worden und die bisherigen Erfahrungen mit Kalus sprächen auch in Zukunft für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den Parteiverbänden, sagte Thurner weiter. Zugang zur höheren Politik Seit zwei Jahren arbeitet Steven Kalus aktiv im SPD-Ortsverband mit und fungierte bisher als Beisitzer im Vorstand. Durch seine Arbeit im Landtag und als Mitglied im Bundesparteirates hätte er einen guten Zugang zur SPD-Politik auf Landes- und Bundesebene, erklärte er. Die dortigen Vorgänge und Entscheidungen möchte Kalus in den Ortsverein „heruntertragen“.

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