Lobby für Oldies

Seniorenbeirat setzt sich für Interessen der Älteren ein

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Voller Tatendrang für die älteren Mitbürger ist der neue Seniorenbeirat der Marktgemeinde Dießen (von rechts): Vorsitzende Ute Kelm, Bürgermeister Herbert Kirsch, zweite Vorsitzende Marlen Emhofer und Schriftführer Dr. Ludger Stürwald.

Dießen – Ein Drittel der knapp 11.000 Einwohner der Marktgemeinde Dießen ist älter als 60 Jahre. Während der landesweite Altersdurchschnitt 43,7 Jahren beträgt, liegt er in der Ammersee-Gemeinde bei 46,9 Jahren – Tendenz steigend! Das ist eine große Herausforderung für die Zukunft. Um die Interessen der Älteren zu wahren und sie aktiv in die Gesellschaft einzubinden, hat man in Dießen den Seniorenbeirat ins Leben gerufen, eine Art „Lobby für Oldies“.

Der für drei Jahre gerade neu gewählte Seniorenbeirat traf sich zu seiner konstituierenden Sitzung im Rathaus, um die Vorstandschaft zu wählen und einen Themen-Fahrplan aufzustellen. Mit dabei Verwaltungschef Karl Heinz Springer, der Seniorenbeauftragte im Gemeinderat, Alban Vetterl, und Bürgermeister Herbert Kirsch. Er war auch Wahlleiter bei der erstmals durchgeführten Brief- statt Urnenwahl für den Seniorenbeirat und zog ein äußerst positives Fazit.

Die Wahlbeteiligung bei den wahlberechtigten Dießenern über 60 stieg auf 38,13 Prozent und hat sich im Vergleich zur letzten Wahl 2017 mehr als verdreifacht. Genau 3.469 Seniorinnen und Senioren waren zur Wahl aufgerufen, wovon 1.323 von ihrem Stimmrecht Gebrauch machten.

Gewählt wurden Ute Kelm (928 Stimmen), Dr. Ludger Stürwald (808), Heinz Stelzer (744), Brigitte Lommatzsch (681), Marlen Emhofer (668), Regina Neubarth (656) und Hermann Gebel (646). Nachrücker ist Alfred Kube mit 567 Stimmen.

Die sieben ordentlichen Mitglieder wählten ihre Vorstandschaft, die sich wie folgt zusammensetzt: 1. Vorsitzende Ute Kelm (64), Stellvertreterin Marlen Emhofer (72) und Schriftführer Dr. Ludger Stürwald (76). Während Ute Kelm erstmals im Gremium ist und gleich zur Vorsitzenden gewählt wurde, ist es für Marlen Emhofer und Ludger Stürwald bereits die vierte Amtsperiode.

Der neue Seniorenbeirat, ein unabhängiges und ehrenamtliches Gremium, wird sich künftig einmal monatlich im Sitzungssaal des Rathaus treffen, um sich für die Belange der älteren Mitbürger einzusetzen. Es geht dabei um die Bereiche Soziales, Inklusion, Infrastruktur, Mobilität oder Barrierefreiheit. Außerdem will man Fachvorträge, kulturelle Veranstaltungen oder Ausflüge organisieren. Alle seniorenrelevanten Themen und Planungen werden an die Kommune sowie an Fachberatungsstellen weitergeleitet. Wichtig ist der neuen Vorstandschaft die zeitnahe Vernetzung mit anderen Seniorenvertretungen für einen produktiven Erfahrungsaustausch.

Das erste Treffen des neuen Seniorenbeirates findet am Dienstag, 2. Juli, um 14 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt. Der Termin ist öffentlich, wobei Vorsitzende Ute Kelm auf regen Besuch älterer Mitbürger hofft. Die künftigen Termine werden auf der Webseite der Gemeinde veröffentlicht. Verwaltungschef Karl Heinz Springer schlug auch vor, für den Seniorenbeirat eine eigene Webseite einzurichten, wo es ausschließlich um seniorenrelevante Themen geht. Darüber will die Vorstandschaft intern beraten. 

Dieter Roettig

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