Bewegung am Seeufer

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Am Dampfersteg in den Dießener Seeanlagen soll es bald wieder einen Kiosk geben. Das Holzgebäude war im Oktober an der Westseite angezündet worden.

Dießen – Für die Zuhörer im Sitzungssaal wurde es gegen Ende der jüngsten Marktgemeinderatssitzung nochmals interessant. Unter dem Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben und Anfragen“ fasste Bürgermeister Herbert Kirsch die bevorstehende Entwicklung am Seeufer zusammen.

Unter anderem berichtete das Gemeindeoberhaupt von einem Gespräch mit Landrat Thomas Eichinger zum Thema „Boothaus und Bootssteg für das Ammersee-Gymnasium“. Wesentliches Ergebnis dieses Gespräches sei es gewesen, dass das Bootshaus nicht wie bisher geplant südlich, sondern nördlich des bestehenden Campingplatzgebäudes situiert werden soll. Grund dafür: Der Standort „Rossschwemme“ am Strandbadparkplatz, nahe der Unterführung zum Gymnasium, scheide wegen naturschutzfachlicher Einwände aus. Sobald es konkrete Pläne für das Bootshaus gäbe, werde sich der Marktgemeinderat mit der Fortsetzung des ruhenden Bebauungsplanverfahren und mit der Einplanung des neuen Standorts für das Bootshaus befassen müssen, so Kirsch.

Zur Eingemeindung der Seeanlagen im Ortszentrum teilte Kirsch mit, dass ein schriftliches Urteil mit Begründung noch nicht vorliege. Der Freistaat bleibe selbstverständlich weiterhin Eigentümer der zum „Grundstück Ammersee“ gehörenden Teilflächen. Für den Markt bestehe allerdings nach Erlass der Rechtsverordnung zur Eingemeindung die Möglichkeit, die gesamten Seeanlagen mittels Bebauungsplan zu überplanen. In dieses Verfahren werde der Freistaat, vertreten durch die zuständigen Fachbehörden, einbezogen.

Zum weiteren Vorgehen hinsichtlich des vor einigen Wochen ausgebrannten Kiosks am Dampfersteg teilte der Bürgermeister mit, dass ein schriftliches Gutachten noch nicht vorliege. Aufgrund der mündlichen Aussage des Sachverständigen könne man jedoch davon ausgehen, dass „beinahe ein wirtschaftlicher Totalschaden“ vorliegt. Er halte es somit für geboten, so Kirsch, dass sich die Ratsmitglieder bis zur nächsten Sitzung Gedanken machen, welche Vorgaben in der künftigen Planung berücksichtigt werden sollen. Hanni Baur (SPD) wies darauf hin, dass es dann auch schon eine Kostenschätzung für den Neubau geben sollte, um entsprechende Mittel im Haushalt bereitstellen zu können.

Ursula Nagl

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