Das Ruethenfest von oben betrachten

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Exakt an dieser Stelle, südlich des Marienbrunnes (links), wird es die Bühne für das Ruethenfest nicht mehr geben – sie rückt auf dem neuen Hautplatz nach Norden.

Landsberg – Mit der neuen Hauptplatzgestaltung ändert sich auch während der Feierlichkeiten, die in Landsberg anstehen, einiges – betroffen sind vor allem die Weihnachtszeit und das Ruethenfest. Kleinere Probleme gibt es unterdessen mit den Lichtmasten.

Etlichen Bürgern ist es bereits aufgefallen: Spätestens, seitdem das Wartehäuschen an seinen neuen Standort gewandert ist, wird es auf der Südseite des Marienbrunnens eng, der Platz hat im Zentrum seine Weite verloren. Für die Tanzbühne ist deshalb jetzt kein Raum mehr, auch die Zuschauertribünen können nicht mehr wie gewohnt aufgestellt werden, beides wandert an den Rand. „Wir werden das künftig auf der anderen Seite machen“, sagt Tiefbauamts-Chef Hans Hutten­loher auf Nachfrage des KREISBOTEN. Ihm zufolge wird die Bühne 2015 somit erstmals nördlich des Brunnens aufgebaut, auch wenn das Gefälle dort deutlich steiler als am bisherigen Standort ist – „kein Problem“.

Neuer Blickwinkel

Die Zuschauer werden dann einen völlig neuen Blickwinkel erleben. Statt, wie bisher, im Westen sitzen sie in Zukunft im Osten und Norden des Platzes, unter anderem vor dem Gebäude der Sparkasse, und sehen die Darbietungen damit erstmals von oben. Schwierigkeiten mit dem neuen Konzept sieht Hans Huttenloher nicht. „Der Ruethenfestverein hat sich da sehr flexibel gezeigt, das ging recht problemlos.“ Mit der neuen Lösung könnten sogar vermutlich mehr Zuschauerplätze als bisher untergebracht werden. Noch nicht geklärt ist dagegen der exakte Verlauf des Festzuges ab dem übernächsten Jahr. Für Ton- und Bildübertragungen, und das nicht nur beim Ruethenfest, wird man am neuen Standort der Bühne dann auch erstmals das Glasfaserkabel nutzen können, das bei den Bauarbeiten vom Rathaus in den Platz verlegt wurde.

Dem Bushäuschen und der Fahrbahnverlegung muss nach Jahrzehnten an derselben Stelle auch der traditionelle Landsberge Christbaum weichen. Über den neuen Standort hatte der Stadtrat bereits im November in nicht-öffentlicher Sitzung beraten, das Ergebnis allerdings im Anschluss nicht mitgeteilt. Erst in der Juli-Ausgabe des Hauptplatz-Newsletters wurde in zwei knappen Sätzen darauf hingewiesen, dass der Baum „seine neue Heimat nördlich des Marienbrunnens“ finden und ebenfalls an den Rand des Hauptplatzes rücken wird.

Wer am genauen Standort interessiert ist, kann ihn nach Hinweisen von Huttenloher bereits jetzt finden: Wo in wenigen Wochen der Christbaum stehen wird, ist ein großer Kanaldeckel in das Pflaster eingelassen, direkt daneben befindet sich die Abdeckung für den Starkstrom-Anschluss, die einem Gas-Schieber ähnelt.

Masten absägen

Bis der Christbaum aufgestellt wird, dürften auch die Unannehmlichkeiten ausgeräumt sein, die es wegen der Beleuchtung des Platzes nach einem „Missverständnis“ zwischen dem Bauamt und den Hauptplatzplanern gab. Während man bei der Stadt davon ausging, dass der „Lichtpunkt“ der Fassadenlampen auf 5,00 Metern Höhe liegen sollte, hatte ihn das Planungsbüro bei 4,60 Metern vorgesehen.

Die Abweichung klingt klein, macht allerdings für einige Anwohner einen großen Unterschied aus. „Manche haben sich jetzt beschwert, dass damit ihre Schlafzimmer taghell ausgeleuchtet wären“, berichtet Huttenloher. Betroffen sei allerdings nur ein Teil der Lichtmasten. Da diese aber bereits vor den Hauswänden aufgestellt und fest montiert sind, muss der Bauhof ihnen nun mit einer Hebebühne zuleibe rücken. Die Masten werden dann in der richtigen Höhe abgesägt.

Christoph Kruse

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