Die „Warze“ ist wohl vom Tisch

Kommt das neue Polizeiboot ins Uttinger Freizeitgelände?

Dampfersteg Holzhausen
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Die Holzhauser können aufatmen. Das geplante Polizeibootshaus am historischen Dampfersteg wird mit ziemlicher Sicherheit nicht gebaut, zumal laut Innenministerium noch keine Genehmigung für die „Warze“ vorliegt.
  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
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Utting-Holzhausen – Die ungeliebte „Warze“ an der Spitze des historischen Holzhause­ner Dampferstegs scheint vom Tisch. Bis dato sahen die Planungen des Innenministeriums vor, das neue Bootshaus der Wasserschutzpolizei hier anzudocken, wobei aber noch keine Genehmigung der Regierung vorlag. Heftiger Widerstand kam zudem von den Holzhausener Bürgern und dem Uttinger Gemeinderat.

Jetzt ist wohl das „Aus“ für diesen Standort besiegelt. Zum einen, weil sich Uttings Bürgermeister Florian Hoffmann seit letztem August hinter den Kulissen für einen alternativen Standort stark gemacht hatte. Und zum anderen, weil das betagte Polizeiboot „WSP 7“ wegen altersbedingter Schäden ausgemustert wird. Da das Polizei­bootshaus am Holzhausener Steg für dieses Boot „maßgeschneidert“ geplant wurde, erfolgt jetzt auch im Innenministerium ein Umdenken. Michael Siefener, stellvertretender Pressesprecher: „Zwischenzeitlich wurde durch die Gemeinde Utting als möglicher Alternativstandort das Freizeitgelände zur Sprache gebracht. Inwieweit es sich hier tatsächlich um eine mögliche Alternative zum Standort Holzhausen handeln könnte, wird gerade geprüft.“

Rund 20 Termine beim Polizei­präsidium, dem Innenministerium, der Schlösser- und Seenver­waltung sowie dem Landratsamt Landsberg hat Uttings Bürgermeister Florian Hoffmann in dieser Angelegenheit absolviert, wobei ihm der Landtagsabgeordnete Alex Dorow (CSU) mit seinen Kontakten eine wertvolle Hilfe war. Hoffmanns ursprüngliche Idee war, den notwendigen Neubau der Wasserwachthütte im Freizeitgelände mit einem Polizeibootshaus zu verbinden und den Steg gemeinsam zu nutzen.

Da man aber so große Einbauten in den Ammersee nicht gerne sieht, präsentierte Hoffmann für das Polizeibootshaus einen Platz weiter nördlich im Freizeitgelände, wo es wenig stört. Da das neue Boot wahrscheinlich ein umweltfreundliches Elektromodell mit weniger Tiefgang wird, müsste das Bootshaus nicht so voluminös gebaut werden wie das in Holzhausen vorgesehene.

Neues Boot

Laut Innenministerium wird gerade die Ausschreibung für das neue Polizeiboot erstellt, dessen Inbetriebnahme im Frühjahr 2022 geplant ist. Für die Neubeschaffung sind je nach Ausführung 150.000 bis 250.000 Euro vorgesehen. Die Reparatur des alten Polizeibootes würde sich laut Aussage des Ministeriums auf mindestens 30.000 Euro belaufen. Die Schäden am Boot mit rund 2.900 Betriebsstunden seien vielfältiger Natur und betreffen neben dem Rumpf auch die Aufbauten, die Technik und nautische Gerätschaften.

Das Boot stand während der Saison fast 20 Jahre einsatzbe­reit am Dampfersteg Dießen und „überwinterte“ in der Stegener Werft der Bayerischen Seenschifffahrt. Bis das neue Boot eintrifft, ist die Wasserschutzpolizei auf dem Ammersee trotzdem jederzeit einsatzbereit. Und zwar vom Gelände des Dießner Segelclubs aus mit einem kleineren Zweitboot der Polizei.

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