Teurer Aufzug

Start mit Nachtragshaushalt

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An der Ostseite des Herkomermuseums soll ein Aufzug gebaut werden, da die Ausstellungsflächen nach dem neuen Konzept hauptsächlich im Obergeschoss sein sollen.

Landsberg – Da geht’s gleich mal in die Vollen: Der neue Stadtrat wird in seiner ersten Sitzung nach der Konstituierung gleich einen Nachtragshaushalt beschließen müssen. Dies aber nicht nur für das städtische Finanzpaket, sondern für das der Herkomer-Stiftung...

Grund: Für Sanierung und Umbau des ehemaligen Wohnhauses am Mutterturm in ein Museum fallen weitere 100000 Euro an. Der Gesamtaufwand steigt damit auf rund eine Million Euro. Trotz der Kostensteigerung nahm der Stadtrat den aktuellen Sachstandsbericht wohlwollend zur Kenntnis. Dies ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass sich der von der Stadt zu tragende Eigenanteil nicht erhöhen werde – laut Beschluss im Dezember vergangenen Jahres sind das 360000 Euro.

Nach Darstellung von Stadtbaumeisterin Annegret Michler können die geschätzten 100000 Euro „zu 100 Prozent“ als Mehraufwand anerkannt werden, so dass eine 60-prozentige Förderung in Aussicht stünde. Ohnehin hätten die Fördergeber den Einbau des Aufzuges „allseits sehr begrüßt“. Mehr noch, bei der Regierung von Oberbayern sehe man ihn inzwischen sogar als „Fördervoraussetzung“ für das Vorhaben an.

Wie im KREISBOTEN berichtet, befinden sich die Ausstellungsflächen des neu konzipier- ten Museums hauptsächlich im Obergeschoss des ehemaligen Wohnhauses am Mutterturm. Das Patronatskomitee der Herkomerstiftung sieht es deshalb als „unumgänglich“ an, einen barrierefreien Zugang zu installieren. Eine bereits im dem Landesamt für Denkmalpflege ab-gestimmte Möglichkeit wäre an der Ostseite des Gebäudes. Für den Zugang zu dem Außenaufzug vom Gebäudeinneren ist es erforderlich, die Wand im Erdgeschoss zu durchbrechen. Das sei ebenfalls denkmalverträglich zu machen, so Michler. 

Förderunschädlich

In welchem Umfang die Fördermittel fließen werden, vermochte die Stadtbaumeisterin noch nicht zu sagen. Dafür bedürfe es zunächst einer „detaillierten Kostenschätzung“. Sie betonte im Stadtrat allerdings, dass sich „sämtliche Förderstellen“ vom Bauvorhaben Herkomermuseum „sehr angetan zei­- gen“ und die Planungen befürworteten. Jetzt komme es darauf an, die Förderanträge aufeinander abzustimmen und die eingegangenen Spenden möglichst „förderunschädlich“ einzusetzen. Laut Michler zeichne sich insgesamt ab, dass „wohl ein größerer Förderanteil an den Gesamtkosten“ erreicht werden könne als die ursprünglich avisierten 180000 Euro.

Apropos Spenden: Bürgermeisterin Sigrid Knollmüller lobte einmal mehr die Spendenfreudigkeit der Lechstädter und zeigte sich zuversichtlich, dass noch mehr Geld zugunsten des Museumsprojekts fließen werde. ÖDP-Rat Wolfgang Buttner ließ sich da nicht lange bitten, allerdings nicht mit Barem: In punkto Heizung und Beleuchtung werde die Landsberger Energieagentur (LENA) gerne beratend zur Seite stehen.

Toni Schwaiger

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