Das braucht Mumm:

Hotel, Bad und Fitness-Center am Ammersee

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Die Luftaufnahme ist wie das Warmfreibad Greifenberg selbst schon etwas in die Jahre gekommen, doch die Grundzüge der Gesamtanlage mit Bad und Fitnessstudio (unten) sind nach wie vor aktuell.

Greifenberg – Ein dreistöckiges Hotel mit Tiefgarage, Seminarbereich und Ferienwoh­nungen, rechtwinklig daneben ein Hallenbad, beides zusammen mit dem Hardy's Fitness-Studio um einen attraktiv gestalteten Innenhof angeordnet – so könnte die Bebauung auf einem Teil des Greifenberger Freibad-Geländes aussehen.

Bei einer Veranstaltung des Bundes der Selbstständigen (BDS) äußerte sich Hardy's-Inhaber Reinhard Klinke am Freitag über seine Vorstellungen und über die aktuelle Situation.

Bekanntlich trägt sich der Landkreis mit der Idee, den verkleinerten Neubau des Warmfreibades über den Verkauf einer Teilfläche des Bads zu finanzieren. Klinke steht als Käufer bereit. Er möchte ein Hotel samt Hallenbad errichten, „ein kleines Bad“, wie er betont, mit maximal 20 mal 8 Meter großem Becken. Synergien mit dem Fitness-Studio ließen sich optimal nutzen, und auch eine Vernetzung mit dem Landkreis-Warmfreibad wünscht sich Klinke. „Am besten wäre es, wir würden zusammenarbeiten.“

Die Pläne hat er im Greifenberger Gemeinderat bereits vorgestellt, eine offizielle Stellungnahme sei von dort jedoch noch nicht gekommen. Klinke betonte, dass der angedachte Hotelbau niedriger geplant sei als das benachbarte Wohngebäude. Nun sieht er die Gemeinde und den Landkreis am Zug. „Wir geben Ideen und wünschen uns einen attraktiven Standort.“ Dazu gehören für ihn auch die benachbarten Tennisplätze, die in den Augen des Unternehmers „viel zu viel leerstehen“.

Landrats-Kandidatin Renate Standfest (Grüne) war ebenfalls zu dem vom BDS-Ortsverband Ammersee Nord-West veranstalteten Business-Frühstück nach Greifenberg gekommen. Sie beklagte, dass in der Gemengelage rund um das Freibad seit Jahren nichts vorwärts gehe. „Es braucht Mumm für eine klare Entscheidung und reelle Partner, die an einem Tisch sitzen. Wir haben hier eine Riesenchance.“

Mit Gemeinderat Rasso Pittrich war außerdem einer der örtlichen Bürgermeister-Kandidaten anwesend. Er bedauerte, dass im Greifenberger Gemeinderat die Beratungen zu dem Thema bisher immer nicht-öffentlich stattgefunden hätten. Er riet Klinke, Vertreter von Landkreis und Gemeinde zu einem Runden Tisch einzuladen und ein grundsätzliches Konzept zu erstellen. „Wenn ihr wartet, dass die anderen etwas tun, werdet ihr noch lange warten“, so seine Einschätzung.

Ulrike Osman

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