Sieger der Konzeptausschreibung

Neues Wohnen am Landsberger Wiesengrund

Baufeld B Landsberg Wiesengrund
+
Baufeld B: Auf drei Dächern sind PV-Anlagen, auf einem eine Dachterrasse als Gemeinschaftsfläche für die Bewohner.
  • Ulrike Osman
    VonUlrike Osman
    schließen

Landsberg – Cluster-Wohnungen, Mehrgenerationenwohnen – Wohnformen wie diese sollen im neuen Bauge­biet am Wiesen­grund realisiert werden. Im Rahmen einer Konzeptvergabe hat die Stadt nun darüber entschieden, wer in den beiden Baufeldern an der Schongauer Straße zum Zuge kommt. Baufeld A geht an einen Investor, der freifinanzierte Wohnungen errichtet, Baufeld B an eine Genossenschaft, die bezahlbaren Wohnraum inklusive gemeinschaftlich orientierter Wohnformen schafft.

Die Wahl der Jury aus jeweils vier Sach- und Fachpreisrichtern unter der Leitung von Professor Matthias Loebermann fiel auf die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH für Baufeld A und auf die Genossenschaft raumFAIR eG aus Regensburg für Baufeld B. „Besonders die differenzierten Gedanken zu den unterschiedlichen Wohnformen wurden von der Jury bei dieser Arbeit positiv bewertet“, heißt es in einer Presse­mitteilung der Stadt.

Zu den neuen Wohnformen gehören sogenannte Cluster-­Wohnungen, die eine Kombination aus privat und gemeinschaftlich genutzten Räumen darstellen. Das Konzept sieht außerdem Loggien als vorgestellte Gartenzimmer vor, die den privaten Wohnwert erhöhen sollen. Als Gemeinschaftsflächen für alle Hausbewohner dienen etwa ein Dachgarten sowie ein Hofbereich und Freianlagen mit Gartenparzellen, Spiel- und Aufenthaltsflächen. Artenreiche Wiesen und Hecken sollen einen Beitrag zur ökologischen Gestaltung des Quartiers leisten. Auch ein Nachbarschaftscafé ist denkbar.

Im Baufeld A sollen etwa 55, im Baufeld B etwa 58 Wohneinheiten entstehen. 30 Prozent der Wohnungen sind für einkommensorientierte staatliche Förderung (EOF) vorgesehen. Die Bebauung soll klimafreundlich und nachhaltig sein, die Energieversorgung CO2-neutral. Geplant ist, dass das Quartier von den Stadtwerken mit Nahwärme versorgt und einige der Dächer mit PV-Anlagen ausgestattet werden. Beide Baufelder erhalten große Tiefgaragen für sämtliche laut Satzung vorgeschriebenen Kfz-Stellplätze und zudem für 50 Prozent der Fahrradstellplätze.

Unterschiede gibt es hinsichtlich der Bauausführung. Während die Gebäude in Baufeld A in massiver Ziegelbauweise errichtet werden sollen, sind für das Baufeld B Hybridbauten aus Holz und Stahlbeton vorgesehen.

Bei den Entwürfen für Baufeld A gefielen der Jury unter anderem die „geordneten und rational logischen Grundrisse“ ohne tragende Wände innerhalb der Wohnungen. Dadurch seien Umbauten später leichter möglich, wenn etwa künftige Bewohner eine andere Raumaufteilung wünschen. So könnten die Gebäude an veränderte gesellschaftliche Erfordernisse angepasst werden, ohne dass man sie abreißen und neu bauen muss. Als Freibereiche erhalten die Wohnungen heckengefasste Privatgärten beziehungsweise eingeschnittene Loggien an den Ecken der Baukörper.

„Die Stadt Landsberg hat mit der Konzeptausschreibung Neuland betreten“, sagte Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) bei der Vorstellung der Siegermodelle. Mit diesen sei man „sehr glücklich“. Baumgartl möchte das ganze auch als Modellprojekt für die Stadt verstanden wissen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Die Kultdisco ist zurück
Landsberg
Die Kultdisco ist zurück
Die Kultdisco ist zurück
Weiterer Covid-Todesfall im Landkreis Landsberg
Landsberg
Weiterer Covid-Todesfall im Landkreis Landsberg
Weiterer Covid-Todesfall im Landkreis Landsberg
ULP-Baustelle in Landsberg beklaut
Landsberg
ULP-Baustelle in Landsberg beklaut
ULP-Baustelle in Landsberg beklaut
Auf dem Edeka-Gelände im Landsberger Frauenwald soll ein Parkhaus gebaut werden 
Landsberg
Auf dem Edeka-Gelände im Landsberger Frauenwald soll ein Parkhaus gebaut werden 
Auf dem Edeka-Gelände im Landsberger Frauenwald soll ein Parkhaus gebaut werden 

Kommentare