Neuzugang im Kleinformat – Replikat der ersten Nähmaschine in St. Ottilien

Einen kostbaren Neuzugang verzeichnet das Nähmaschinenmuseum des Klosters St. Ottilien: Dort steht seit einigen Tagen das Replikat einer der ersten Nähmaschinen überhaupt, der „Nähhand“ des Österreichers Josef Madersperger von 1814.

Der Schneidermeister aus Kufstein gilt als einer der Erfinder des maschinellen Nähens. Das Original seiner fast 200 Jahre alten Konstruktion, die tatsächlich die Bewegung einer nähenden menschlichen Hand nach- ahmt, steht im Technischen Museum in Wien und wurde von dort nur unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen herausgegeben. 256 Einzelteile „Die Maschine kam mit einem Kunsttransport aus Wien und durfte nur mit weißen Handschuhen angefasst werden“, erzählt Richard Nufer, der für das Nähmaschinenmuseum des schwäbischen Wäscheherstellers „mey bodywear“ zwei Exemplare der Kostbarkeit nachbaute. Dazu musste das Origi- nal behutsam in sämtliche 256 Einzelteile zerlegt und anschließend wieder zusammengebaut werden. „Danach wurde kontrolliert, ob die Maschine auch ja keinen Kratzer abbekommen hatte“, weiß Nufer. Gemeinsam mit einem Kollegen werkelte er vier Monate lang an den Replikaten. Eines davon stellte Firmenchef Armin Mey den Ottilianern als Leihgabe zur Verfügung, weil er die Nähmaschinen-Sammlung von Bruder Aurelian für eine der besten in Deutschland hält – neben dem Nähmaschinenmuseum im fränkischen Gerolzhofen und seinem eigenen, dem Nähmaschinen-Museum Mey in Albstadt-Lautlingen.

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