Nicht mehr zeitgemäß

Endlich: Das Vereinsheim des FV Walleshausen wird in diesem Jahr saniert. Foto: Osman

Wie kann Walleshausen attraktiv bleiben? Ladensterben, Wirtshaussterben, Schulsterben – alle drei Phänomene haben in den vergangenen Jahren auch den zweitgrößten Gemeindeteil Geltendorfs nicht verschont. Umso mehr bemühen sich die Vereine darum, den 1000-Einwohner-Ort nicht zum Schlafdorf verkommen zu lassen, allen voran der Sportverein mit seinen rund 600 Mitgliedern. Der aber kämpft mit seiner Infrastruktur und bemüht sich schon seit Jahren um eine Sanierung des Sportgeländes und eine Erweiterung des Sportheims. Im Jahr 2011 soll es endlich losgehen.

„Nach heutigen Maßstäben sind unsere Räumlichkeiten einfach nicht mehr zeitgemäß“, erklärt der stellvertretende Vereinsvorsitzende Dirk Stohl­- mann. Es gibt nur unzureichende Duschmöglichkeiten und zwei Umkleidekabinen, in denen sich oft mehrere Mannschaften drängen. Finden zeitgleich zwei Fußballspiele statt, müssen beide Gastmannschaften in einer Kabine untergebracht werden. Der vordere der beiden Fußballplätze ist aufgrund des Moorbodens in diesem Bereich wellig und schwer zu bespielen. „Hier haben wir bereits provisorisch die gröb­sten Unebenheiten beseitigt“, so Stohlmann. Ausgeträumt Der Traum von einer kompletten Verlegung des Sportgeländes und einem ganz neuen Vereinsheim ist mittlerweile ausge­träumt. Beides hatte der FV bereits 2003 beim Gemeinderat beantragt. Die Idee damals: Das bisherige Gelände sollte an die Gemeinde gehen und als Bauland verkauft werden. Aus den Erlösen sollten in der Nähe neue Sportplätze und ein Vereinsheim finanziert werden. Die Gemeinde lehnte das ab – vor allem wegen der hohen Vorlei­- stungen, die notwendig gewesen wären. Auch als der Verein einen Investor präsentierte, wurde abgewinkt. Ein Projekt dieser Größenordnung könne nicht ohne Ausschreibung vergeben werden, hieß es. Anbau und mehr Deshalb begnügt man sich beim FV Walleshausen nun mit einer Sanierung und Erweiterung des Bestandes, und die Gemeinde beweist mit einem bereits beschlossenen Zuschuss von 30 Prozent der Baukosten oder maximal 40000 Euro ihrerseits guten Willen. Geplant ist ein 100-Quadratmeter-Anbau, in dem eine Großraumkabine für die einheimischen Mannschaften entstehen soll. Die Umkleiden und Duschen werden renoviert und sollen künftig den Gastmannschaften zur Verfügung stehen. Geplant ist außerdem ein neuer Sanitärbereich, ein Geräte- und ein Erste-Hilfe-Raum. Die alte defekte Ölheizung wird durch ein modernes Modell ersetzt. Auf eine andere Heiztechnik mit regenerativen Energien umzusteigen, würde zu hohe Investitionen erfordern, „aber immerhin bekommen wir eine Ölheizung nach dem neusten Standard“, zeigt sich Stohlmann zufrieden. Kosten soll das Ganze rund 140000 Euro. Zusätzlich zur gemeindlichen Förderung erhält der Verein auch Unterstützung vom Bayerischen Landessportverband (BLSV), teilweise als Zuschuss, teilweise als günstiges Darlehen. Außerdem will der FV viel Eigenleistung erbringen und hofft auf Arbeits- und Sachspenden von den Firmen der Umgebung. Die Bauarbeiten sollen in der zweiten Jahreshälfte 2011 beginnen und Mitte 2012 abgeschlossen sein.

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