"Nicht mit mir!" - Johann Drexl wendet sich von der UBV ab

Das Fass ist übergelaufen, Gemeinderat Johann Drexl kehrt der UBV-Fraktion den Rücken. Seinen Austritt hat der 46-Jährige auf der jüngsten Ratssitzung am Mittwoch verkündet. Als Grund führte er „persönliche Differenzen“ an, ohne dabei einen Namen nennen zu wollen. Drexl wird zukünftig als Fraktionsloser seine Aufgabe im Marktgemeinderat wahrnehmen.

Wie Drexl betonte, sei die Entscheidung eine rein persönliche und richte sich nicht gegen die UBV-Fraktion. Zwar gab er zu, dass es Streitigkeiten mit einem Kollegen gab, jedoch wolle er dessen Namen nicht nennen. UBV-Fraktionschef Prof. Michael Kortstock zeigte sich von dem Schritt nicht überrascht. Immer wieder hatte er im Vorfeld mit den Beteiligten Gespräche geführt und darauf hingewirkt, dass die Fraktion zusammen bleibt. „Vor allen mit Blick auf die jeweiligen Kompetenzen, brauche ich jeden Einzelnen“, betonte Kortstock. Letztlich hätten jedoch persönliche Gründe den Ausschlag für den Austritt gegeben. Und dort wo Persönliches ins Spiel kommen, könne man mit objektiven Argumenten nicht mehr Einfluss nehmen. Unterm Strich bleibe nur, die Entscheidung hinzunehmen und mit ihr zu leben, so Kortstock. Er bedauere die Angelegenheit sehr. Unterdessen spricht man im Gemeinderatskreisen hinter vorgehaltener Hand, dass die Querelen um den 2. Bürgermeister Norbert Sepp (UBV) Auslöser für Drexls Schritt waren. Wie berichtet, hatte sowohl der Marktgemeinderat als auch das Landratsamt Landsberg Sepp im September eine Rüge erteilt, weil dieser ohne Gemeinderatsbeschluss in Abwesenheit von Bürgermeister Dr. Klaus Bühler eigenmächtig Aufträge zur Sanierung der Hauptschule von rund 50000 Euro vergeben hatte. Johann Drexl stimmte damals als einziges UBV-Mitglied für die Rüge gegen seinen Fraktionskollegen. Welche Auswirkungen der Austritt Drexls auf die Sitzverteilung in den Ausschüssen haben wird, muss im Einzelnen noch die Verwaltung prüfen. Johann Drexl will die aktuelle Legislaturperiode ohne Fraktion beschreiten. Jetzt einer neuen Gruppierung oder Partei beizutreten, bezeichnete er als unangemessen – vor allem den Wählern gegenüber, die ihm ja auch wegen der Fraktionszugehörigkeit ihre Stimme gegeben hätten

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