Nichts anbrennen lassen

Roland Hanemann (2. von rechts) ließ dem Burgauer Torhüter keine Chance: Die Riverkings glänzten mit einem 6:0-Sieg. Foto: Krivec

Auf der Zielgeraden der Saison legte der HC Landsberg ein blitzsauberes Vier-Punkte-Wochenende hin. Im Heimspiel am Freitag war der Augsburger EV beim 11:5 chancenlos, zwei Tage später lieferten die Riverkings in Burgau ein 6:0 ab. Das Team von Topi Dollhofer bleibt damit auf Rang drei der Eishockey-Landesliga Süd/West und hat den zweiten Abschlussrang weiter im Visier.

420 Zuschauer konnten sich am Spiel gegen den AEV zunächst nicht so recht erwärmen. Die Schwaben, nur mit elf Feldspielern angereist und bereits sicher abgestiegen, waren zwar unterlegen, lagen nach dem ersten Drittel aber überraschend mit 2:1 in Führung. Die Riverkings hatten ihre zahlreichen Chancen nur zur Führung durch Geuß genutzt, die Augsburger dagegen in Person von Routinier Michael Mengele zweimal zugeschlagen. Im zweiten Drittel war es allerdings mit der AEV-Herrlichkeit vorbei: Siebenmal schlug es hinter Markus Matula ein – der Keeper wurde kurz vor der zweiten Pause ausgewechselt, was bei ihm zu einem bemerkenswerten Wutausbruch führte. Dass sich das Ergebnis aus Augsburger Sicht bis dahin noch einigermaßen akzeptabel darstellte, war einem speziellen Umstand zu verdanken: Neben AEV-Juniorencoach Alex Wedl (beim HCL) spielte auch sein „Co“ Andi Römer mit (beim AEV). Das Augsburger Eishockey-Urgestein traf im Mitteldrittel zweimal und sorgte zusammen mit Michael Mengele fast für alle Scorerpunkte seines Teams. In Gefahr geriet der Landsberger Sieg allerdings nicht mehr, in einem lockeren und eher freundschaftlichen Schlussabschnitt trafen noch Simmler, Klemm und Heringer für die Riverkings, das leichte Grummeln angesichts der fünf Gegentore fiel nicht weiter ins Gewicht. Mit 11:5 setzte sich Landsberg deutlich ab. Auch in Burgau waren die Landsberger Favorit, bei klirrender Kälte im offenen Stadion hatten allerdings schon einige Teams böse Überraschungen erlitten. Der HCL ließ allerdings am Sonntag nie etwas anbrennen und zeigte ein durchweg überzeugendes Spiel. „Wenns so kalt ist, muss man einfach viel laufen“, hatte Kapitän Markus Haschka bereits vor der Partie die Maxime ausgegeben und seine Mitspieler hielten sich daran. Hess, Kerber und Hanemann sorgten für die klare und verdiente Führung nach zwei Dritteln, im Schlussabschnitt zeigte dann Bastian Simmler wieder einmal seine überragende Laufstärke: In Unterzahl nahm er einen Befreiungsschlag von Ville Dollhofer auf und ließ die zwei Burgauer Verteidiger vor dem 4:0 einfach stehen. Dann schlug Ali Endres noch zweimal zu. Das 5:0 erzielte er nach feiner Vorlage des von der Strafbank zurückgekehrten Roland Hanemann, das 6:0 aus dem Gewühl heraus. Damit stehen für den HCL noch drei Partien auf dem Plan: Am Freitag kommt Bad Aibling mit dem Ex-Riverking Ralph Crisan nach Landsberg (20 Uhr), zwei Tage später geht es nach Bad Wörishofen. Am 24. Februar gastiert dann Holzkirchen zum Abschluss beim HCL – das könnte dann ein Endspiel um Platz zwei werden. Beim Heimspiel gegen Bad Aibling haben am Tag nach dem Lumpigen Donnerstag alle Fans, die in deutlich erkennbarem Faschingskostüm kommen, freien Eintritt. Eine rote Nase reicht dafür nach Auskunft des HCL nicht aus.

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