Noch Appetit auf mehr

Wieder Platz 23 für Marcel Schrötter: Beim Grand Prix in Tschechien hielt der Pflugdorfer seine Platzierung, trotz vielversprechendem Warm Up. Foto: Glänzel

Abwechslungsreicher Renntag für Marcel Schrötter beim Grand Prix in Brünn: Nach einem einsamen Rennen hat sich der 19-jährige Pflugdorfer mit seinem neuen Team Desguaces La Torre SAG wieder auf dem 23. Platz gekämpft. Beim Warm Up am Vormittag überraschte er an seinem erst zweiten Moto2TM Rennwochenende mit der zehntschnellsten Rundenzeit, während die Umstellung auf trockene Verhält­- nisse für das Rennen weniger gut gelang und er dann mit der gleichen Platzierung wie in Indianapolis heimkehrte.

Marcel Schrötter hat nun bereits seinen zweiten Renneinsatz in der hartumkämpften Moto2TM Weltmeisterschaft hinter sich. Nach seinem Debüt in der mittelschweren Grand-Prix-Kategorie vor einer Woche in Indianapolis, bei dem sich der 19-jährige Vollblut-Racer hervorragend aus der Affäre gezogen und dabei Appetit auf mehr bekommen hat, ging Schrötter besonders motiviert in den Grand Prix der Tschechischen Republik. Viel vorgenommen Mit der beachtlichen Vorstellung beim Indianapolis Grand Prix für sein neues Team Desguaces La Torre SAG gelang es ihm eindrucksvoll nicht nur Teamchef Eduardo Perales von seinen Qualitäten zu überzeugen. Für das Rennen im tschechischen Brünn, das noch dazu quasi das zweite Heimrennen für den Oberbayern ist, hatte sich der Moto2 Rookie viel vorgenommen. Abgesehen vom weiteren Kennenlernen seiner neuen Umgebung wollen der Bimota-Pilot und seine Crew in erster Linie den Rückstand hinsichtlich der Rundenzeiten verringern und die Platzierungen verbessern und strebte eine „Platzierung zwischen Rang 20 und 25 an“. Die 5403 Meter lange Rennstrecke „Automotodrom Brno“ fügt sich wunderbar in die Landschaft knapp außerhalb der Hauptstadt von Mähren ein. Den Verlauf der kupierten Streckenführung säumen viele Naturtribünen, die einen guten und ausgedehnten Überblick über die jeweiligen Streckenabschnitte bieten. Eine bis zu 15 Meter breite Fahrbahn und verschiedene Kurveneigenschaften erlauben eine unterschiedliche Linienwahl. „ Die Schwierigkeit besteht darin, eine schnelle Linie zu finden“, so Schrötter. „Der Sonntag hat mit dem Warm Up sehr gut begonnen“, so Schrötter. „Die zehntschnellste Rundenzeit auf regennasser Fahrbahn war ein verheißungsvoller Auftakt in den Renntag.“ Ein Wetterumschwung brachte den 19-jährigen Marcel Schrötter aber dann offensichtlich aus dem Konzept. „Für das Rennen ist es mir jedoch nicht gelungen, dass ich mich auf die geänderten Verhältnisse umstelle“, meint der junge Rennfahrer. Noch mehr Erfahrung Trotz gutem Start in das Rennen konnte er in den Auftaktrunden nur ein paar Positionen gutmachen, bevor der ehrgeizige Pilot vom spanischen Team Desguaces La Torre SAG nach einigen Fahrfehler auf Rang 23 liegend die restliche Distanz abspulte. „Im Nachhinein betrachtet denke ich, dass mir einfach noch viele Kilometer mit dem neuen Bike fehlen und ich auch noch viel mehr Erfahrung mit der Bimota brauche.“ Nachdem er zum zweiten Mal als 23. ins Ziel gekommen sei, freue er sich in jeden Fall schon auf das nächste Rennwochenende in Misano.

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