Zweites Löschfahrzeug?

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Kauferings Feuerwehr soll im nächsten Jahr eine zweites baugleichähnliches Löschfahrzeug wie auf unserem Foto erhalten. Die Anschaffung wird vom Landratsamt aufgrund einer Risikoanalyse empfohlen.

Kaufering – Breiten Raum in der Diskussion um den Vermögenshaushalt der Marktgemeinde (siehe oben) hat auch der Wunsch der Feuerwehr nach einem zusätzlichen Löschfahrzeug einge­- nom­men. Die Empfehlung des Landratsamtes Landsberg auf der Basis einer Risikobewertung spricht für diese Anschaffung.

GAL-Rat Hans-Jörg Pilz vertrat die Ansicht, dass man den Landkreis durchaus mehr beteiligen solle, wenn man überörtliche Aufgaben übernehmen müsse. Feuerwehrkommandant Markus Rietig wies Pilz jedoch auf das Feuerwehrgesetz hin, nachdem man im Umkreis von 15 Kilometer zur „kostenlosen“ Nachbarschaftshilfe verpflichtet sei. 

Recht unterschiedliche Auffassungen gab es dann darüber, ob man die Anschaffung des 450000 Euro teuren Fahrzeuges um ein Jahr verschieben solle. Dagegen sprach sich Prof. Dr. Michael Kortstock (UBV) aus. Er habe Bedenken, da Kaufering nur ein Löschfahrzeug besitze und somit keine Redundanz bei einem Ausfall oder einem zweiten Einsatz gegeben sei. Fraktionskollege Dr. Franz Nimführ sprach von einer „Scheindebatte unter dem Aspekt der Schulden“. Für Meinrad Mayrock (CSU) handelt es sich um eine Empfehlung und keine rechtliche Vorgabe. 

Bedenken wegen der Haftbarkeit des Gemeinderates äußerte Manfred Nies (CSU), falls etwas passiere und man das Thema verschoben habe. Bürgermeister Erich Püttner resümierte, er könne sich vorstellen, die Beschaffung auf das nächstes Jahr zu verschieben. Eine Trendabstimmung gab ihm Recht.  

Kämmerer Winfried Plaß bot dann aber eine Lösung an, die letztlich alle zufrieden stellte. Eine sogenannte „Verpflichtungsermächtigung“ macht es möglich, die Anschaffung des Fahrzeuges noch in diesem Jahr anzuschieben, ohne dass der Haushalt belastet werde. Darüber muss der Marktgemeinderat noch entscheiden. 

Zur Entscheidung stand auch die Anschaffung eines Bootes für die Floriansjünger. Feuerwehrchef Markus Rietig sagte, das alte Boot sei „abgängig“. Zum Einsatzspektrum der Kauferinger Feuerwehr gehöre der Lech mit seiner Staustufe. Eine Mitnutzung des Bootes der Wasserwacht sei aus rechtlichen Gründen ausgeschlossen, betonte Rietig auf entsprechende Nachfragen.

Siegfried Spörer

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