Wo es noch fehlt im LandkreisLandsberg – Tourismus für alle möglich zu machen und dazu auch die Website www.ammerse-lech-barrierefrei.de aus- zuba ...

Tourismus für alle möglich zu machen und dazu auch die Website www.ammerse-lech-barrierefrei.de aus- zubauen, gibt Barbara Juchem, die kommunale Behindertenbeauftragte des Landkreises, als ihre Ziele für dieses Jahr an. Denn, wie sie in ihrem aktuellen Tätigkeitsbericht schreibt, „wurde festgestellt, dass trotz vieler positiver Beispiele im Landkreis noch viel getan werden muss.“

Die Datenbank www.ammerse-lech-barrierefrei.de , die Menschen mit Behinderung rund um Ammersee und Lech, Informationen für einen barrierefreien Urlaub bietet, ging im Mai letzten Jahres online. Dort sind Einrichtungen, wie Gaststätten, Hotels, Bahnhöfe oder Poststellen registriert und nach ihrer Tauglichkeit für Menschen mit Behinderung bewertet. So werden zum Beispiel für ein Ausflugsziel, einen Ort, verschiedene Adressen vorgestellt –  Symbole, von „rollstuhlgerecht“ bis „barrierefrei“ oder „Hilfen für Sehbinderte oder Hörbehinderte“, zeigen an, wie die jeweiligen Räumlichkeiten gestaltet sind. So ist breiter Tourismus möglich. Wie Juchem berichtet, arbeitet sie in diesem Jahr auch im Fachbereich „Tourismus für alle“ der Vereinigung Kommunaler Interessenvertreter von Menschen mit Behinderung in Bayern (VKIB) mit. Immer noch ein Problem im Landkreis ist für die Behindertenbeauftragte der fehlende barrierefreie Wohnraum. Beim Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Mai letzten Jahres wurde dies diskutiert. Geklärt werden sollte, welche Inhalte der 2006 verabschiedeten UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen vor Ort bedeutsam sind. Wie Juchem mitteilt, betrifft das Wohnraumproblem „nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch die älter werdende Bevölkerung.“ Den Informationsstand in der Landsberger Innenstadt hatten auch Landrat Walter Eichner und Landsbergs OB Ingo Lehmann besucht. Sie hätten ihre Bereitschaft zugesichert, die Situation zu verbessern, so Juchem. Barrierefreiheit sei indes schon bei der Bauplanung zu berücksichtigen, sagt sie weiter. Denn Nachbesserungen würden oft teuer. Die Engagierte hofft darauf, auch zu­künftig bei Bauvorhaben ein­- bezogen zu werden. Intensiver zusammenarbeiten möchte sie mit den Gemeinde­beauftragten – von denen es 19 im Landkreis gibt. In zwölf Gemeinden fehlt es also noch an einer Person, die vor Ort auf die Belange von Menschen mit Behinderung aufmerksam macht. Weiteres Arbeitsfeld von Juchem ist der Behindertenbeirat – in Arbeitsausschuss-Sitzungen werden hier aktuelle Probleme behandelt. Mit dem Rollstuhl sicher unterwegs „Sicher mit dem Rollstuhl unterwegs“ heißt ein Kurs, den die Offene Behinderten Arbeit im Landsberger Sozialzentrum St. Martin am Samstag, 26. Juni, anbie­tet. Dabei wird pflegenden Angehörigen und anderen Hilfspersonen der Um­gang mit dem Rollstuhl gelehrt. Vor allem praktische Tipps zur Handhabung von Rollstühlen, die zeigen, wie man den Alltag meistert, erhalten die Teilnehmer. Kontakt mit der Offenen Behinderten Arbeit unter Tel. 08191/928625 bei Hans-Peter Bichler.

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