Noch recht anfällig

Im Auswärtsspiel gegen die Königsbrunn Ants hatten die Footballer des Landsberg X-Press es nicht leicht und mussten sich mit 22:28 geschlagen geben. Foto: Krivec

Eine bittere Niederlage kassierten die Landsberger Footballer im Interconference-Derby: Bei den Königsbrunn Ants verloren die X-Men am Sonntag durch einen von mehreren unglücklichen Ballverlusten kurz vor Schluss nach einer zeitweise harten Partie mit 22:28 (0:14, 14:0, 0:7, 7:8).

Die personellen Voraussetzungen waren für die Truppe von Coach Neblich schwierig: Neben Florian Borchert, der nach seinem Armbruch noch verletzt ausfällt, fehlte aus beruflichen Gründen diesmal auch Dominik Krahn, so dass sogar Offense-Coach Andi Ernst spielen musste. Der Start gelang dann auch den Gastgebern deutlich besser. Der Return nach dem ersten Kick-Off wurde 80 Yard weit getragen, mit einem Pass in die Mitte im vierten Versuch stellten die Ants dann schnell auf 7:0. Als die Landsberger danach nicht bis in die Endzone kamen und der Punkt misslang, konnte Königsbrunn wieder von der 20-Yard-Linie aus starten und erhöhte auf 14:0. Nachdem man im Angriff einen Ball an der 3-Yard-Linie verlor, stand anschließend dafür die Defense des X-Press über weite Strecken besser und schaffte durch einen Sack des Quarterbacks in der Endzone sogar eine Safety zum 2:14. „Das war für uns zu diesem Zeitpunkt dann der Aufwacher“, so Präsident Knut Dins. Mit einem 25-Yard-Pass auf Bernhard Bloch verkürzte man auf 8:14, dann gelang auch noch Anselm Hoppe in der letzten Minute vor der Halbzeit eine Interception. „Diesmal war dann unser Zeitmanagement besser als im Spiel zuvor“, so Dins: Sechs Sekunden vor der Pause glich man, erneut durch Bloch nach einem 23-Yard-Pass, zum 14:14 aus. Im dritten Viertel machte zwar der Gegner die nächsten sieben Punkte durch einen 15-Yard-Lauf, doch Landsberg gab sich nicht geschlagen. Diesmal reichte ein 10-Yard-Pass auf Bloch, um auf 21:20 heranzukommen, mit den Zusatzpunkten wollte es auf X-Press-Seite allerdings nicht so recht klappen. Dafür machte die Defense auf sich aufmerksam. Nachdem Königsbrunn beim Longsnap patzte, brachte man den Quarterback zum zweiten Mal in der Endzone zu Fall und ging sogar mit 22:21 in Führung. Drei Minuten vor Schluss passierte dann allerdings das spielentscheidende Malheur: Gerald Miller konnte einen Ball nicht festhalten, den Fumble nutzten die Gastgeber im folgenden Spielzug zum entscheidenden 28:22. „Wir wussten, dass Königsbrunn die stärkste Defensive der Liga hat und sind trotzdem teilweise gut marschiert“, resümierte Dins. „Ärgerlich ist natürlich, dass wir dreimal den Ball verloren haben, davon zweimal in der Red Zone.“ Aber nicht nur in der Offensive klappte nicht alles. Die Defensive hielt zwar viele Angriffe der Ants auf, allerdings, so Dins, „sind wir immer noch recht anfällig bei den big plays.“ Damit steht der X-Press bei 4:6 Punkten, bleibt aber noch Zweiter der Bayernliga Nord hinter den Erlangen Sharks, da auch die Franken Timberwolves in Burghausen verloren. Damit dürfte man in Landsberg gewarnt sein: Ebendiese Burghausen Crusaders sind der Gegner im nächsten Heimspiel am Samstag, 16. Juni (17 Uhr im Sportzentrum). Dins warnt dann auch vor dem Team: „Die Crusaders sind erstarkt. Man hat dort den Quarterback gewechselt, seitdem läuft es bei denen deutlich besser.“

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