Noch ist es sehr positiv – Das Super-Tourismus-Jahr war 2008

„Wir sind eine kommunale Familie im Sinne des Fremdenverkehrs.“ Das hat Landrat Walter Eichner in seiner Funktion als erster Vorsitzender mit Blick auf die vielen Bürgermeister auf der Jahreshauptversammlung des Tourismusverbandes Ammersee-Lech betont. Vor allem die Symbiose von Stadt und Land habe sich bewährt. Durch viele Übernachtungszahlen verzeichnet der Verband 2008 gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von rund sechs Prozent. Heuer hingegen wird wegen der weltweiten Finanzkrise mit einem Einbruch von zehn bis zwölf Prozent gerechnet.

Eichner stellte die Bedeutung des Tourismus für die Wirtschaft heraus – 430000 Übernachtungen seien gezählt worden, was eine Wertschöpfung von rund 28 Millionen Euro entspreche. Hinzu kämen noch die Tagestouristen (rund 5,2 Millionen) die pro Tag rund 26 Euro im Landkreis lassen würden. In der Summe also ein stolzer Berg von 130 Millionen Euro, so Eichner. Er wünschte sich, dass noch ein Investor käme und ein großes Hotel baut, auch ein internationaler Golfplatz mit 18 Loch sei willkommen: „Meine Unterstützung hätten diese Projekte“, meinte der Landrat. Die Übernachtungszahlen für 2008 stellte dann die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes, Ulla Kurz, vor. „2008 war ein Super-Jahr“, sagte sie. So übernachteten in Dießen 2008 rund 67000 Besucher (ein Plus von 6,5 Prozent), in Schondorf rund 30000 (ein Minus von 2,3 Prozent), in Utting rund 88000 (Plus 3,8 Prozent) und im Landkreis rund 97000 (Plus 20 Prozent) sowie in der Stadt 151600 (plus einem Prozent). Die durchschnittliche Verweildauer lag dabei bei rund drei Tagen, so Kurz. Nicht so rosig wird das Ergebnis jedoch für 2009 ausfallen, kündigte die Geschäftsführerin an. So seien unter anderem die Anfragen im Frühjahr stark zurückgegangen: „Besonders die Monate Februar bis Mai waren extrem ruhig.“ Teilweise meldeten die Vereinsmitglieder Übernachtungsrückgänge von über zehn Prozent. Schuld daran sei unter anderem der eingebrochene Geschäftsreiseverkehr, aber auch die Ferienregionen hätten zu kämpfen. „Der Gast wird immer qualitätsbewusster und das Preis-, Leistungsverhältnis muss stimmen. Die Klassifizierung wird unumgänglich“, betonte Kurz. Weitere Impulse für die Region erhofft sich Kurz aus dem Leader Projekt Ammersee. Andreas Graf vom Landratsamt stellte die aktuellen Entwicklungen vor. So arbeite man mit dem Tourismusverband Paffaffenwinkel am einheitlichen Wanderwegenetz, das auch den Lechhöhenweg sowie den König-Ludwig-Weg aufgreift. Die Beitragssätze für die Mitglieder des Tourismusverbandes Ammersee-Lech werden „moderat“ angehoben. Dies wurde einstimmig von der Versammlung beschlossen. So steigt beispielsweise der Einzelmitgliedsbeitrag für Hotels und Privat- unterkünfte von 15,34 Euro auf 20 Euro an. In der Summe kann der Verein so rund 3500 Euro Mehreinnahmen verzeichnen. Bei turnusmäßigen Wahlen des Verbandes wurde der Schondorfer Bürgermeister Peter Wittmaack zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Im Ausschuss sitzen zukünftig die Bürgermeister Herbert Kirsch (Dießen), Josef Lutzenberger (Utting) sowie Andreas Filgertshofer (Dießen), Klaus Richter (Utting), Annemarie Rist, Erich Wiedner (beide Landsberg) und Siegrid Heinke (Schwifting).

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