"Ich würde es gern wieder machen!"

OB-Wahl in Landsberg: CSU nominiert Mathias Neuner

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Ärmel hoch und weiter geht‘s! Mathias Neuner, hier in seiner Rolle als Stadtplaner, möchte auch nach der Kommunalwahl 2020 die Geschicke der Stadt Landsberg leiten.

Landsberg – Nun ist es offiziell: Mathias Neuner tritt am 15. März kommenden Jahres erneut als Kandidat für das Oberbürgermeisteramt an. Eine Überraschung war die Nominierung des amtierenden Stadtoberhauptes durch den CSU-Ortsverband nicht. Spannend war lediglich die Frage, wie groß die Zustimmung der Mitglieder sein würde. Der Wunsch von Alt-Landrat Walter Eichner, Neuner möge mit einem einstimmigen Votum ins Rennen geschickt werden, ging nicht ganz in Erfüllung. Von den 36 anwesenden Wahlberechtigten votierten 34 für die Nominierung Neuners, ein Wahlzettel war ungültig und ein Mitglied stimmte mit nein.

Der Oberbürgermeister, der noch am Vorabend krankheitsbedingt in der Stadtratssitzung gefehlt hatte, zeigte sich bei seiner Bewerbungsrede im Hotel Landsberger Hof in Bestform. „Ich würde es gerne wieder machen.“ Die städtischen Finanzen seien konsolidiert, etliche Bauprojekte realisiert – unter anderem der Neubau von Mittelschule und Kinderbetreuungseinrich­tungen, Hauptplatzumbau, Sanierung von Bayertor und Historischem Rathaus – „und alles ohne Kredite“, wie Neuner betonte. Man habe außerdem viele stille Reserven gebildet und die Liquidität der Stadt von minus 18 Millionen auf plus 35 Millionen Euro gedreht.

Zur Zeit seiner Amtsübernahme sei im städtischen Haushalt „richtig Feuer unterm Dach“ gewesen, erinnerte sich Neuner. Mit unpopulären Maßnahmen wie der Erhöhung sämtlicher Steuern und Gebühren sowie der Streichung freiwilliger Leistungen habe er sich damals viel Kritik eingehandelt. „Die ersten drei Jahre waren die schwierigsten in meinem ganzen Leben.“ Rückblickend zeige sich aber, dass der Weg der richtige gewesen sei.

In der Zukunft warten weitere Herausforderungen. Mathias Neuner sieht sie vor allem in den „Mega-Themen“ Wohnraum und Verkehr sowie in den Auswirkungen des demografischen Wandels. Die Stadt brauche dringend noch ein Pflegeheim, möglicherweise sogar zwei. Außerdem stehen die Sanierung von Stadtmuseum und Jesuitenkolleg, die Schaffung von weiteren Kinderbetreuungsplätzen und der Umbau der Schlossbergschule auf der Agenda – keine leichten Aufgaben vor dem Hintergrund „explodierender, nicht mehr kalkulierbarer Baupreise“, wie Neuner sagte.

Mehrheiten finden

Den Komfort einer CSU-Mehrheit im Stadtrat hatte der amtierende OB nie, und er geht auch davon aus, dass der neue Stadtrat wieder bunt gemischt sein wird. Darin, Mehrheiten zu finden, hat Neuner inzwischen viel Übung. „Leute zusammenführen, sie überzeugen und mitnehmen, das liegt mir.“ Außerdem habe ihn „der eine oder andere Querschuss“ aus anderen Fraktionen durchaus zum Nachdenken gebracht.

Viel Lob erntete Mathias Neuner von Parteifreunden wie dem Bundestagsabgeordneten und neu gewählten Kreisvorsitzenden Michael Kießling und dem Landtagsabgeordneten Alex Dorow. Auch die CSU-Stadtratsfraktion steht hinter Neuner, wie deren Vorsitzender Harry Reitmeir betonte. „Er macht das super in diesem Haifischbecken Stadtrat.“

Ulrike Osman

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