Statt Not- die Dauerlösung

Beim Marienmünster in Dießen sollen 92 Stellplätze entstehen

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Bei Großereignissen im Marienmünster oder zum Töpfermarkt wird die mit Kiesstreifen durchsetzte Wiese an der Rotter Strasse bereits als Ausweichplatzplatz benutzt. Jetzt soll das gemeindeeigene Grundstück für 92 Parkplätze „naturnah“ ausgebaut werden.

Dießen – Über die Lösung von zwei unterschiedlichen Parkplatz-Problemen wurde im Dießener Rathaus diskutiert. Der Marktgemeinderat beschäftigte sich damit, die Grünfläche an der Rotter Straße gegenüber der Mädchenrealschule als öffentlichen Parkplatz auszubauen. Und der Bau- und Umweltausschuss sollte klären, ob das Auto- haus Schürer auf einem firmen- eigenen Grundstück an der Eduard-Gabelsberger Straße einen Stellplatz für 26 Fahrzeuge errichten darf.

Das gemeindeeigene knapp 5.000 Quadratmeter große „Zwickelgrundstück“ zwischen Landsberger und Rotter Straße gegenüber der Liebfrauen-Realschule wird schon seit Jahren beim Töpfer-und Weihnachtsmarkt oder bei Großveranstaltungen im Marienmünster als Ausweichparkplatz genutzt. Eine ursprünglich angedachte Wohnbebauung wurde verworfen, weil sie nicht mit dem Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) zu vereinbaren sei. Und da in Dießen öffentlicher Parkraum ohnehin rar ist, wurde die Idee des Parkplatzausbaus wieder aufgegriffen, mit der man sich vor Jahren schon mal beschäftigt hatte.

ISEK-Planerin Barbara Hummel legte den Gemeinderäten einen „naturnahen Entwurf mit grünem Charakter“ vor, wobei Bäume und Sträucher erhalten bleiben und die Stellplätze locker und „stark durchgrünt“ angeordnet werden sollen. Hummel sprach sich zunächst für nur 48 Parkplätze aus, wurde aber vom Gemeinderat überstimmt. 92 Parkplätze werden nunmehr vom beauftragen Büro Schober-Architekten entwickelt.

Die Zufahrt sowie ein sicherer Fußüberweg Richtung Schule und Klosterhof müssen mit den Fachbehörden noch abgestimmt werden. Auch über Zuschüsse aus der Städtebauförderung wird verhandelt.

Damit der neue Großparkplatz nicht von Dauerparkern belegt werden kann, kam aus dem Gremium der Vorschlag, Parkscheinautomaten aufzustellen. Darüber solle aber, wenn es soweit sein wird, der Gemeinderat entscheiden, riet Bürgermeister Herbert Kirsch.

Abstellplatz für Autohaus

Dem Antrag des Autohauses Schürer über einen Abstellplatz für 26 Fahrzeuge auf einer Streuobstwiese an der Eduard-Gabelsberger-Straße stimmte der Bau- und Umweltausschuss mit knapper Mehrheit zu. Trotz der Proteste von Anwohnern, die dies als „unangemessenes Eindringen gewerblicher Nutzung in ein reines Wohngebiet“ sehen. Das letzte Wort, ob der Abstellplatz mit Rasengittersteinen und Kies genehmigt wird, hat nun die Untere Baubehörde des Landratsamtes, die das Vorhaben immissionsschutzrechtlich prüfen muss.

Dieter Roettig

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