Der Abriss hat begonnen

Adieu, Pflugfabrik!

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Am Freitag startete der Abriss der Pflugfabrik auf historische Art und Weise.

Landsberg – Eigentlich könnte man die ganze Pflugfabrik mit ihm niederreißen, aber das wäre viel zu laut. Als Maschinenbauer Menck aus Hamburg-Altona den Seilbagger M60 im Jahr 1963 auslieferte, war Konrad Adenauer noch Bundeskanzler und Deutschland noch im Wiederaufbau; da kam es auf Baulärm nicht an. Heute steht das kantige Monstrum mit der silbernen Abrissbirne im Museum des Abbruchunternehmens Ettengruber in Dachau.

Bagger-Liebhaber Wolfgang Rube (62) kennt sich noch perfekt mit ihm aus und freute sich, ihn am vergangenen Freitag vorführen und einsetzen zu dürfen. Die Projektentwickler Michael Ehret und Stefan Klein hatten das historische Gefährt angefordert, weil sie „den historischen Moment auf historischem Grund historisch illustrieren“ wollten.

Auch Unternehmer Johann Ettengruber war für diesen symbolischen Beginn der Transformation der alten Pflugfabrik ins moderne „urbane Leben am Papierbach“ nach Landsberg gekommen. Von Juli bis November wird seine 110 Mitarbeiter umfassende Firma mit bis zu 15 hochmodernen und leisen Baggern der heutigen Generation den Maschinenabriss durchführen und die Trümmer entsorgen.

„Die Abbruchgenehmigung kam diese Woche“, berichtete Michael Ehret, „jetzt geht es wirklich los“. In Anwesenheit von Oberbürgermeister Mathias Neuner, Mitgliedern des Stadtrats und Mitarbeitern von ehret + klein ließ sich Wolfgang Rube nicht zweimal bitten, den symbolischen Akt, der einen Spatenstich ersetzt, vorzunehmen. Schon der erste Schlag der Abrissbirne gegen das Gebäude im Nordosten des Baugebiets hinterließ deutliche Spuren. Doch der Baggerfahrer ehrenhalber ließ nicht locker, bis Mauern und Dach komplett zusammengestürzt waren. „Man könnte ihn heute noch einsetzen“, meinte Rube danach. Er sah glücklich aus. 

Werner Lauff

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