Schätze der Filmkunst

"Cinéma l’après-midi" im Olympia-Filmtheater

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Sigi Menzel, Reiner Urban und Rudolf Gilk (von links) wollen mit dem Kurzfilmfestival das Interesse des Publikums für verborgene Schätze der Filmkunst wecken.

Landsberg – Filmfreunden, denen die Zeit bis zum nächsten Snowdance-Festival zu lang erscheint, können sich auf einen weiteren Termin freuen: am Samstag, 8. November, findet im Olympia-Filmtheater erstmals das Kurzfilmfestival „Cinéma l’après-midi“ des Bundes Deutscher Filmautoren Bayern statt. Dabei sein wird auch der bekannte Regisseur Jo Baier.

Kurzfilme nichtkommerzieller Filmemacher führen meist ein Schattendasein. Mit viel Engagement und zumeist hoher Professionalität und Qualität pro- duziert, werden sie auf vereinsinternen Vorführungen gezeigt und verschwinden dann in der Schublade. Schade darum, findet BR-Redakteur Sigi Menzel und initiierte gemeinsam mit dem Präsidenten des Landesverbandes Film und Video Bayern Reiner Urban und mit Unterstützung seines BR-Kollegen (der zufällig ein Kino besitzt) Rudolf Gilk das Kurzfilm- festival „Cinéma l’après-midi“, das am 8. November erstmal stattfinden wird und im Landsberger Olympia-Kino ein würdiges Forum hat.

Gezeigt werden qualitativ hochwertige Kurzfilme von Filmemachern, die damit zwar nicht ihr Geld verdienen, aber vielleicht gerade deswegen umso interessante Filme produzieren können, dazwischen finden Gespräche über die gezeig- ten Filme mit Sigi Menzel, dem Regisseur Jo Baier und einzelnen Filmautoren statt. Menzel, vor Jahren eher zufällig mit Amateurfilmen in Berührung gekommen, wandelte sich vom Skeptiker zum überzeugten Fürsprecher: „In diesem Bereich findet man mittlerweile Themen und eine Qualität, die man in der Fernsehlandschaft nicht mehr sieht. Auch hat sich die Technik so entwickelt, dass auch ein Ein-Mann-Betrieb hochprofessionell arbeiten kann.“ Er wünscht sich, „die Schätze, die im Verborgenen da sind, an die Öffentlichkeit zu bringen“.

Reiner Urban verspricht ein breites Spektrum an verschiedensten Filmen – vom Spielfilm über einen handgemalten Animationsfilm, Experimentalfilm zur Dokumentation. „Wir haben Filme ausgewählt, die eine große Vielfalt zeigen“. Eine Besonderheit ist der Film „Das letzte Konzert“ aus dem Jahre 1958, der seinerzeit als „Weltbester Amateurfilm“ ausgezeichnet wurde. Aber auch die anderen, aktuellen Filme versprechen spannende und interessante Kinomomente.

Ein erster Test

„Mit diesem Festival möchten wir ein Forum schaffen für die sogenannten Amateurfilme“, erklärt auch Rudolf Gilk, der sofort bereit war, sein Kino für dieses Event zur Verfügung zu stellen. „Natürlich ist es ein Test, von dem wir nicht wissen, ob er funktioniert, aber einen Versuch ist es wert“, bekräftigt auch Sigi Menzel. An der Zusage Jo Baiers könne man schließlich sehen, dass sich auch Profis mit diesen Filmen identifizieren. Und weil der Regisseur in Landsberg ist, wird als Abschluss des Festivals im Abendprogramm dessen Film „Schwabenkinder“ gezeigt.

Das Festival „Cinéma l’après-midi“ findet am 08.11. ab 13 Uhr im Olympia-Kino in Landsberg statt. Die Filme werden in zwei Blöcken von 13-15 und 16-18 Uhr gezeigt, dazwischen finden Gespräche über die Filme statt.

Patricia Eckstein

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