Neuner verliert gegen Baumgartl

Landsberg hat ab 1. Mai eine Oberbürgermeisterin

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Vor zwei Wochen sahen sich die beiden Kandidaten noch vor der Stadtverwaltung. Heute Abend gibt es kein Treffen.

Landsberg – Das ist deutlich: Landsberg hat sich mit einer Zweidrittelmehrheit für eine Frau entscheiden. Doris Baumgartl (UBV) erhielt bei der Stichwahl am Sonntag 66,83 Prozent der Stimmen. Ihr Konkurrent, der amtierende OB Mathias Neuner (CSU), musste sich mit 33,17 Prozent zufriedengeben. Die Wahlbeteiligung bei der reinen Briefwahl lag bei 60,9 Prozent.

Doris Baumgartl strahlt. Das hört man sogar durchs Telefon: „Ich freue mich unglaublich! Dass die Entscheidung so deutlich ausfällt, hätte ich nicht gedacht.“ Die Bürger hätten ihre Arbeit in den letzten Jahren beurteilen können. Und hätten sich dementsprechend entschieden. „Es ist aber auch eine große Verpflichtung.“

Sie wolle vor allem den Wahlhelfern danken, die in den momentan schwierigen Zeiten diese Wahl so problemlos gemeistert hätten. Ihrem Konkurrenten wünscht sie alles Gute: „Auch wenn es sicherlich kein leichter Abend für ihn ist.“

„Ich wusste schon, dass das nichts mehr wird.“ Mathias Neuner ist die Enttäuschung anzuhören. „Ob ich traurig bin? Ich bin ein sehr lebensbejahender Mensch.“ Baumgartl habe einen engagierten Wahlkampf geführt und sich für die Stadt eingesetzt. „Die Bürger haben ihr das Vertrauen geschenkt.“ Vielleicht habe er zu wenig an die Bürger und mehr an das finanzielle Wohl der Stadt gedacht. „Aber ich muss sicher nicht geduckt durch Landsberg gehen. Das ist meine Stadt, da bin ich zuhause, ich bleib‘ Landsberg treu.“ Sein Stadtratsmandat werde er allerdings nicht annehmen.

Mit Baumgartl kommt in der Kreisstadt zum ersten Mal eine Frau auf den Rathaus-Chefsessel. Und noch eine Premiere: Zum ersten mal wurde ein Landsberger OB nach nur einer Amtsperiode abgewählt.
Susanne Greiner


+++ Die Endergebnisse: Doris Baumgartl ist mit 66,83 Prozent deutlich zu Landsberg neuer Oberbürgermeisterin gewählt worden. Mathias neuner konnte nur noch 33,17 Prozent der Stimmen auf sich ziehen. 

+++ Nach zwölf Bezirken hat Neuner 33.01 Prozent, Baumgartl liegt bei 66,99 Prozent. An diesen Zahlen werden auch die drei ausstehenden Bezirke nicht mehr viel ändern

+++ Nach elf der ausgezählten Bezirke kein neues Bild: Baumgartl liegt bei 67,02 Prozent.

+++ Auch nach sechs Schnellmeldungen ändert sich das deutliche Ergebnis nicht: Baumgartl liegt mit 68,27 Prozent vorne. Dabei sind die Ergebnisse in den einzelnen Briefwahlbezirken einheitlich - es gibt also keine Ausreißer., in allen sechs Bezirken erhält Baumgartl rund zweidrittel der Stimmen.

+++ Nach drei von insgesamt 15 Schnellmeldungen liegt Doris Baumgartl eindeutig vorne: Sie erhält 67,66 Prozent der Stimmen. Mathias Neuner liegt bei 32,34 Prozent.

In der Wahl vor zwei Wochen konnte Baumgartl ebenfalls gut 32 Prozent der Stimmen für sich einnehmen, während Neuner mit gut 28 Prozent zufrieden sein musste.

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