Den "Roten Erpftinger" veredelt und gepflanzt

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Der „Rote Erpftinger“ kann wachsen: Geschäftsführerin Susann-Kathrin Huttenloher, Pfarrer Johannes Huber, Rektorin Ulrike Johannes, OB Mathias Neuner, Vorsitzender Herbert Feyrsinger und Grundschullehrerin Christine Freer (von links) freuen sich insgeheim schon auf den ersten Apfel der selten gewordenen Sorte.

Erpfting – Eine vergessene Apfelsorte kehrt wieder in den Landkreis zurück: der „Rote Erpftinger“. Im Rahmen des Projekts „Erhaltung und Nutzung alter Kernobstsorten im bayerischen Allgäu und am bayerischen Bodensee“ ist er in Waal wiederentdeckt worden. „Dorthin kam er mit seinem aus Erpfting stammen- den Besitzer“, wusste Herbert Feyrsinger, Vorsitzender des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege, und griff an der Erpftinger Schule zum Spaten, um ein Exemplar der seltenen Obstbäume ins Erdreich zu setzen.

Die Kreisfachberatung hatte in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband bei einer namenhaften Baumschule Veredelungen zur Weiterzüchtung in Auf- trag gegeben. „Diese Veredelungen sind bis heute zu schönen Halb- und Hochstämmen herangewachsen und können nun bei uns gepflanzt werden könnten“, freute sich Feyrsinger. So werde der Apfel wieder auf hiesigen Streuobstwiesen Einzug finden.

Den ersten Hochstamm bekam Erpfting vor der Grundschule. OB Mathias Neuner zeigte sich über die Aktion sehr erfreut und wünschte sich, dass auch sein Apfelbaum mit einer Umveredelung, zum „Roten Erpftinger“ werde. Rektorin Ulrike Johannes begrüßte den vier Jahre alten „Neuankömmling“ mit in einer Schultüte verpackten Dünger.

Sieht lecker aus, schmeckt aber erst im Dezember richtig gut: der „Rote Erpftinger“.

Susann-Kathrin Huttenloher, Geschäftsführerin des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege, informierte darüber, dass dies die erste Lokalsorte im Landkreis Landsberg sei. Es gebe zwar die „Landsberger Renette“, doch deren Name stamme aus Landsberg an der Warthe in Polen. Dann lüftete Huttenloher das bis dahin gehütete Geheimnis um das Aussehen und den Geschmack des „Roten Erpftingers“: groß und rotbackig ist er, um diese Jahreszeit pflück-, aber noch nicht genussreif – „bis November muss er lagern“, so Huttenloher und überreichte ein schön gestaltete Apfelfibel für alle Kinder der Grundschule. Sie erinnerte zudem daran, dass Kreisfachberaterin Monika Sedlmaier die Aktion von Beginn an begleitet habe.

Beim geselligen Teil der Veranstaltung im Vereinsheim des SV Erpfting präsentierte Isolde Koukal, Referentin für den Obstanbau im Kreisverband, über 50 verschiedene Birnen- und Apfelsorten, die sie anschaulich aufgebaut hatte. Beim Apfelsaftpressen durfte köstlicher frischer Saft probiert, am Apfelwurfbaum die Zielsicherheit erprobt und am Tastbaum verschiedene Naturmaterialien erraten werden.

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