Im öffentlichen Raum mit Bedacht werben

Einmal wöchentlich, immer montags, erfolgt der Wechsel: Dann werden im Auftrag von FUN die Plakate an den 22 Straßenstelen und sieben Infosäulen im Stadtgebiet aktualisiert. Sowohl die organisatorische als auch die tarifliche Neuord­nung dieser gebührenpflichtigen Dienstleistung nahm der Finanzausschuss am Mittwoch zustimmend zur Kenntnis. Und da­- mit auch ein Anhebung der Plakatierungspreise.

Ursprünglich war die streng reglementierte Plakatierung im Stadtgebiet eine Angelegenheit für das Referat Veranstaltungs­- ser­vice. Die Resonanz indes ließ eher zu wünschen übrig, die Auslastung der für viel Geld an den wichtigsten Einfallstraßen installierten Plakatstelen und an den Infosäulen betrug um die 60 bis 65 Prozent. Offensichtlich waren die Gebühren ein Stück weit zu hoch angesetzt. Im Mai vergangenen Jahres erfolgte der Zuständigkeitswechsel zum städtischen Eigenbetrieb FUN. Wenig später läutete dessen Leiter, Anton Sirch, eine Versuchsphase mit gün­stigeren Preisen ein. Ziel: die Auslastung erhöhen. Und das kam an. „Die Veranstalter sind voll des Lobes; sämtliche Plakatierplätze sind heute praktisch ständig belegt und damit voll ausgelastet“, so der FUN-Chef. Dass in der Jahresabrechnung 2009 dem Gesamtaufwand von 18500 Euro nur 13000 Euro Einnahmen gegenüber stehen, wollte Sirch auf kritisches Hinterfragen einiger Räte nicht überbe­wer­­ten. „Unsere Berechnung für die Zukunft zielt auf Kostendeckung ab.“ Höchstens drei Wochen lang kann auf eine Veranstaltung hin­gewiesen werden. Zu den jeweiligen Grundtarifen kommt stets eine Verwaltungspauschale von 15 Euro hinzu. Wer etwa für zwei Wochen an allen Stelen, Infosäulen und Anschlagtafeln werben möchte, der muss nach neuem Tarifmodell insgesamt 212 Euro berappen, bei Benefizveranstaltungen nur 167 Euro. Das entspricht pro Plakat 6,63 beziehungsweise 5,22 Euro. Bei drei Wochen sind es 287 (8,97) bzw. 205 (6,41) Euro. Und für stolze 484 (334) Euro gibt es das ganz große Plakatierungspaket. Bei zwei Wochen Dauer beeinhaltet es zusätzlich noch vier Großflächen­- transparente (25 Euro pro Woche) an den Stadteinfahrten sowie ein Spannband entweder an der Eisenbahnbrücke in der Augsburger Straße oder an der Fuß­gänger­brücke in der Neuen Berg­straße. "Etwas großzügig" Aus FUN-Sicht bestand an den beiden Brücken ohnehin Handlungsbedarf. Hier sei man in der Vergangenheit „etwas großzügig“ verfahren. Das hatte unter anderem zur Folge, dass nicht selten auf vier Bannern gleichzeitig um die Gunst des Puplikums gebuhlt wurde. An der Eisenbahnbrücke seien bis zu vier Plakate durchaus verträglich, die Fußgängerbrücke über die Neuen Bergstraße indes darf höchstens noch mit zwei Bannern bestückt werden. Der Grundtarif für ein Spannband beträgt 15 Euro pro Woche, hinzu kommen die Pauschalen für Verwaltung und Montage, 15 und 7,50 Euro. Die gängige Praxis einiger Landsberger Vereine, mittels Banner auf das nächste Heimspiel hinzuweisen, bedarf nach Ansicht der FUN-Verantwortlichen ebenfalls einer Neuregelung „Im Sinne der Gleichberechtigung sollte das nicht ganz kostenlos erfolgen.“ Ausgehend von 2,50 Euro Tagessatz solle mit dem jeweiligen Verein eine Saisonpauschale berechnet werden. Nach verschiedenen Vorschlägen, wo und wie man noch auf Veranstaltungen aufmerksam machen könnte, mahnte FUN-Leiter Anton Sirch an, mit Werbung im öffentlichen Raum vorsichtig umzugehen. Gleichwohl kündigte er eine Erweiterung des Konzeptes an. Infos zu den Tarifen für die Plakatierung im Stadtgebiet gibt es unter www.fun-landsberg.de.

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