Ökologisch leiten lassen – Öko-Leitplan für Energie, Lärm, Verkehr und Versiegelung in Landsberg

Was haben CSU und Grüne gemeinsam? Sie freuen sich auf den von der Stadtverwaltung vorangetriebenen „Öko-Leitplan“ für die Energie, Lärm, Verkehr und Versiegelung. Wie Stadtbaumeisterin Annegret Michler in einer Sitzung des Bauausschusses die Ratsmitglieder informierte, soll der Leitplan für das ganze Stadtgebiet gelten und etwaige Richtlinien in den genannten Bereichen vereinheitlichen. Das Vorhaben stieß auf breite Zustimmung.

Traudl Lüßmann von den Grünen sah darin gar das Grundsatzprogramm ihrer Partei von vor 20 Jahren verwirklicht. Helmut Weber von der CSU sicherte hier ebenfalls seine Unterstützung zu, denn die Gleichbehandlung der Bürger in der Stadt und den Ortsteilen sei ein wichtiger Punkt. Aber auch die anderen Fraktionen waren von Michlers Ausführungen angetan: Klaus-Dieter Völkel (SPD) sieht darin Formulierungen, an denen sich die Bürger orientieren können. Diese Auffassung teilten auch Martin Zeiser von der UBV sowie ödp-Stadtrat Wolfgang Buttner. Sparen und weg vom Auto Inhaltlich gliedert sich der „Öko-Leitplan“ der Stadt in die vier großen Themenbereich Energie, Lärm, Verkehr und Versiegelung. Beim Punkt Energie steht natürlich die Einsparung ganz oben. Aber auch dem Lärm will man zu Leibe rücken. Mit Blick auf den Verkehr soll das Motto „Weg vom Auto, hin zum Rad und öffentlichen Nahverkehr“ wieder mehr ins Bewusstsein gerückt werden. Auch die Flächenversiegelung soll maßvoller Vollzogen werden, als in den Jahren zuvor. Der „Öko-Leitplan“ soll künftig auch die Standortfragen von Fotovoltaikanlagen und Kollektoren regeln. Also die Frage, wo dürfen diese Anlagen im Stadtgebiet montiert werden. In einem so genannten „Energie-Leitplan“ soll man dann sehen können, welche Flächen für welche Art der Anlage geeignet sind. Hierzu gehören, laut Michler, auch mögliche Standorte für Bio-Nutzung und Windenergie sowie Solaranlagen in der Fläche. Ferner schließt das die Wärmekraft-Kopplung, Festlegungen zum Städtebau und zur Sanierung von Gebäuden mit ein. Darüber hinaus wird darüber nachgedacht, eine Beratungsstelle für Fördermöglichkeiten ins Leben zu rufen, um das Bewusstsein in diesen Fragen zu schärfen. Über die Möglichkeiten und Chancen eines Energienutzungsplanes haben sich am Montag dieser Woche auch Landsberger Bürger während der Stadtratssitzung informieren können. Christian Huber vom Lehrstuhl für Bauklimatik und Haustechnik der TU München sprach dazu im Rathaussaal. Die Münchener Experten haben dabei einen Masterplan entwickelt, der die einzelnen Energiekonzepte der Kommune koordiniert und sie mit den regionalen Energiepotentialen abstimmt. Ein weiteres Schlagwort zum Thema Energie könnte noch in diesem Jahr diskutiert werden: „Licht aus ab 24 Uhr“. Aber auch der Slogan „Landsberg, die Stadt der Radlfahrer“, ließ die Stadträte aufhorchen. So sollen laut dem Öko-Leitplan zumindest die Beziehungen der Fahrradwege untereinander deutlich verbessert werden. OB Ingo Lehmann kündigte in diesem Zusammenhang an, dass man hierzu im nächsten halben Jahr gründlich darüber diskutieren werde.

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