Manege frei für das Landratsamt

Am 14. September ist Tag der offenen Tür im Landratsamt

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Landrat Thomas Eichinger (links) und Pressesprecher Wolfgang Müller freuen sich über das große Engagement der Landratsamt-Mitarbeiter für den Tag der offenen Tür.

Landsberg – „Bei dem Programm wird einem erst einmal bewusst, was alles im Landratsamt abgedeckt wird.“ Pressesprecher Wolfgang Müller ist selbst erstaunt über das umfangreiche Programm, das im Haupt- und in den vielen Nebengebäuden – insgesamt sind es jetzt 15 – des Landrats­amts Landsberg am 14. September, dem Tag der offen Tür, die neugierigen Gäste empfangen wird. Die Idee dahinter: „Das Landratsamt zum Anfassen“, sagt Müller. Eine Kombination aus Event und Information. Denn hinter Amt und Bürokratie stehen zahlreiche Menschen.

Am Anfang habe er gedacht, das Landratsamt hätte nichts zu präsentieren, erzählt Müller schmunzelnd. „Wir konnten ja schlecht unsere Büros zeigen.“ Und dann sei etwas passiert, womit niemand gerechnet habe: Die Landratsamt-Mitarbeiter wurden kreativ. So kreativ, dass wohl selbst eine Woche nicht ausreichen würde, um alle Angebote am Tag der offenen Tür zu nutzen. Geschweige denn ein Tag.

Müller und Eichinger freuen sich über das große Engagement. Angefangen hat Müller mit der Planung im Januar. „Und es kommen immer noch neue Meldungen rein.“ Das Programm ist inzwischen so umfassend, „das passt nur auf eine Webseite“, sagt der Pressesprecher. Unter www.landkreis-landsberg.de/aktuelles sind ab Montag alle Infos und das Programm zu finden.

Mit dabei sind jetzt 13 Außenstellen, das Lechtalbad in Kaufering, der Kreisbauhof und auch die zwei Seniorenheime in Greifenberg und Vilgertshofen. „Es geht uns um ein Sichtbarmachen des Landratsamtes“, sagt Eichinger. „Zwar ist mein Titel Landrat, aber das Amt sind viele, nicht einer. Wir wollen den Menschen die Menschen zeigen.“ Das sei unter anderem deshalb notwendig, weil das Amt wegen der vielen Außenstellen so verteilt sei. Weshalb der Tag der offenen Tür auch eine Art Werbeveranstaltung für die neue Außenstelle am Penzinger Feld ist, die die verstreuten Abteilungen wieder einen soll. Und somit „wieder dienstleistungsorientiert arbeiten kann. Es steckt also auch eine politische Absicht hinter dem Tag der offenen Tür.“ So sei auch der Tag der offenen Tür einer, der das Amt zusammenwachsen lasse. „Ich habe endlich auch neue Mitarbeiter persönlich kennengelernt, mit denen ich bisher nur telefoniert hatte“, erzählt Müller.

Für den Tag der offenen Tür hatte der Kreisrat ein Budget von 100.000 Euro genehmigt. Man werde im Rahmen bleiben, bestätigt Eichinger.

Zu entdecken gibt es einiges. Zum Beispiel auf dem Parkdeck des Hauptgebäudes mit Schwerpunkt Fahrrad: Wer ein kaputtes Radl hat, kann es mit Hilfe der Repair-Café-Helfer reparieren, dann codieren, also per Barcode bei ADFC und Polizei registrieren lassen, und dann in der Fahrradwaschanlage auf Hochglanz polieren. Eine Bühne gibt es auf dem Parkdeck auch. Auf der spielt um 12.30 Uhr „Whale City“, die Münchener Pop-Band mit Ex-FC-Bayern-Profi Andi Görlitz an Gitarre und Mikro. Sollte es regnen, gibt es ein kleines Zelt. „Einen Ausweichtermin haben wir aber nicht“, sagt Müller. Und hofft auf Sonne.

Im Hauptgebäude startet um 10 Uhr eine Veranstaltungsreihe. Informationen für zukünftige Gemeinderäte werden gegeben, die zwei Filme über den Landkreis aus den Jahren 1962 und 1982 flimmern im Sitzungssaal über die Leinwand, begleitet von der Fotoausstellung „Landratsamt alt und jetzt“. Das Landratsamt macht auch Werbung für seine Ausbildungsmöglichkeiten. Und wem Verwaltung zu trocken ist, gefällt vielleicht der Beruf Schwimmmeister, Gärtner oder Pflegekraft.

Igel- und Ameisenkuchen

Im Gesundheitsamt am Klinikum können Besucher eine Rauschbrille testen. Und Kinder dürfen sich gesundes Müsli selber mischen. In der Ausländerbehörde lässt sich nachvollziehen, wie eine Einbürgerung abläuft. Die Außenstelle für Naturschutz bietet Fledermausnistkastenbau und Obstanbauberatung samt Apfelverkostung. Und an der Kuchentheke stehen Igel- und Ameisenkuchen – nicht aus den Tieren, sondern für die Tiere.

Das Veterinäramt bietet Schnupperstunden beim Hundetrainer an. Und im Jugendamt gibt es neben fröhlichem Fingerpuppentheater und Clown auch Beratung zu Themen wie Trennung und Scheidung. Der Kreisbauhof in Pürgen lockt mit der Besichtigung der Salzhalle. Und im Lechtalbad ruft die Verwöhnung: freier Eintritt und Probemassagen, während die Kinder auf dem Fahrradparcours der Polizei beschäftigt werden. Daneben zeigt die Wasserwacht, wie sie Leben rettet – während durch die Lechtalbadfluten die Meerjungfrauen schwimmen.

„Wir können den Besucherandrang überhaupt nicht einschätzen“, gibt Eichinger zu bedenken. Weshalb das Park- und ÖPNV-Konzept wichtig ist: Der Stadtbnus fährt am 14. September kostenlos. bis 16 Uhr. Und die Linie 30 nach Kaufering macht ihrem Namen alle Ehre und verkehrt 30-minütig. Parken können Autofahrer kostenlos auf der Bosse-Wiese, von da fährt ein Shuttleservice zum Bahnhof und Landratsamt.

Unterwegs werden auch drei Oldtimerbusse sein. Sie fahren die Route Bahnhof-Klinikum-Lechtalbad und wieder zurück. Und das im 15-Minuten-Takt. In einem davon sitzt dann der Bertold Jetschke, selbst mit Oldtimerbussen in Landsberg unterwegs: „Das könnte ja ganz lustig werden“, sagt Müller und grinst. Nur einen Wermutstropfen gibt es: „Der neue Aufzug zum Sitzungssaal wird bis zum 14. September leider nicht fertig.“ Der Grund: Die Fassadenprofile können nicht rechtzeitig geliefert werden.

Damit die Landratsamt-Besucher auch reisen, gibt es ein Gewinnspiel: mindestens drei Dienststellen besuchen, Flyer abstempeln lassen, ausfüllen und abgeben. Als Preise locken ein Mountainbike, Ballonfahrten, Karten für FC-Bayern-Spiele in der Allianzarena – und zum Entspannen nach diesem Tag Saunakarten fürs Lechtalbad.

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